Sie haben von Vandalen genug

Lärm, Littering, Einbrüche: Am Horner Hafen Ost und Zentrum ist es vermehrt zu unangenehmen Vorfällen gekommen. Der Gemeinderat hat deshalb beschlossen, den Zollplatz und die Steganlagen mit Videokameras zu überwachen.

Linda Müntener
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Nicht alle Besucher des Zollplatzes halten sich an die Regeln. (Bild: Linda Müntener)

Nicht alle Besucher des Zollplatzes halten sich an die Regeln. (Bild: Linda Müntener)

HORN. Eine idyllische Lage, direkt am See: Der Horner Zollplatz ist ein beliebter Treffpunkt. Insbesondere während der warmen Sommermonate lockt er abends viele Jugendliche und junge Erwachsene an, die hier verweilen. Nicht alle halten sich an die Regeln. Immer wieder kommt es zu Vandalenakten, Littering, Lärmbelästigung oder Einbrüchen in die Boote im Hafen Ost und Zentrum. Dem will der Horner Gemeinderat nun ein Ende setzen. Er hat beschlossen, den Zollplatz und die Zugänge zu den Steganlagen mittels Videokameras überwachen zu lassen.

Nachtruhe gestört

«Die Vorfälle ereignen sich verstärkt seit etwa drei Jahren», sagt Gemeinderatsschreiber Andreas Hirzel. Vor allem Anwohner und Gäste des nahe gelegenen Hotels stören sich am Lärm, der teils bis in die frühen Morgenstunden anhalte. Nicht zuletzt deshalb, weil im Sommer viele Velotouristen im Hotel übernachten, die in der Früh weiterfahren. Mit der Videoüberwachung soll sich die Situation rund um den Zollplatz wieder beruhigen, schreibt der Gemeinderat im aktuellen Horner Mitteilungsblatt. Diese kostet die Gemeinde laut Gemeinderatsschreiber rund 10 000 Franken. Die Massnahme soll einerseits einen präventiven Charakter haben. «Andererseits haben wir im Fall einer Straftat so die Möglichkeit, das Videomaterial der Polizei zur Verfügung zu stellen.»

Ein öffentlicher Raum bleiben

Der Gemeinderat habe sich bewusst für die Videoüberwachung als Sicherheitsmassnahme entschieden. Er wolle die Steganlagen nicht wie in anderen Häfen durch massive Eisenpfähle oder Tore versperren und so nur Bootsbesitzern Zutritt gewähren. «Der Hafen ist ein öffentlicher Raum, in dem zahlreiche Sitzgelegenheiten dazu einladen, den See zu geniessen. Das soll so bleiben», sagt Hirzel. Der Einsatz des privaten Sicherheitsdiensts Securitas sei ebenfalls keine Alternative. Dieser patrouilliere zwar bereits im Dorf. «Die Mitarbeitenden können aber nicht 24 Stunden am Tag am Hafen präsent sein», sagt Hirzel. Es sei unmöglich, jeden Vorfall zu bemerken – zumal sich diese nicht vorhersehen lassen und sich wellenartig ereignen. Im Übrigen sollen sich jene Hafenbesucher, die sich an die Regeln halten, nicht durch Securitas-Mitarbeitende beobachtet oder belästigt fühlen. «Eine Videokamera ist da diskreter und die Aufzeichnungen werden nur bei einem besonderen Ereignis gesichtet.»