Senioren-Vereinigung wird vierzig

ERLEN. Unterhaltung, Sport und Geselligkeit – viele Erlerinnen und Erler gestalten die Jahre nach dem Erwerbsleben aktiv miteinander. Möglich macht dies seit 40 Jahren die Senioren-Vereinigung. Am 16. März findet eine Feier statt.

Hannelore Bruderer
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Beat Wild und Franz Tschopp bei den Jubiläumsvorbereitungen. (Bild: Hannelore Bruderer)

Beat Wild und Franz Tschopp bei den Jubiläumsvorbereitungen. (Bild: Hannelore Bruderer)

Wie geht es nach der Pensionierung weiter? Wie pflegt man seine Kontakte? Wie gestaltet man seine Freizeit sinnvoll? Diese Fragen waren vor 40 Jahren genauso aktuell wie heute. 1973 machte sich der Erler Maler und Autor Karl J. Schaufelberger (KIS) Gedanken darüber und publizierte seine Ideen im Mitteilungsblatt der Gemeinde Erlen.

Karl Mannhart nahm seine Vorschläge auf und machte sich daran, Grundlagen für eine Vereinigung der Erler Bürger im AHV-Alter zu schaffen. Dazu suchte er den Kontakt zu den Behörden, trug Adressen zusammen und befasste sich mit der Finanzierung. Am 9. Oktober 1973 trafen sich 80 Personen zur Gründungsversammlung des «Forum der Älteren». Karl Mannhart wurde zum ersten Präsidenten gewählt, aus dem ursprünglichen Forum entstand später die Senioren-Vereinigung Erlen.

Über 500 Einladungen

Im Wohnzimmer des heutigen Präsidenten der Senioren-Vereinigung Erlen, Franz Tschopp, stapeln sich die Kuverts mit den Einladungen zur Jubiläumsversammlung. In diesen Tagen werden sie an die 514 Seniorinnen und Senioren der Politischen Gemeinde Erlen verteilt. Nebst dem Präsidenten stehen der Vereinigung derzeit Hedy Heider, Silvia Neuhauser, Kurt Järmann und Johann Holzherr vor. Bei den administrativen Arbeiten zur Jubiläumsversammlung werden sie von Beat Wild unterstützt. Das 40jährige Bestehen der Vereinigung werden die Erler Seniorinnen und Senioren am 16. März im Mehrzwecksaal feiern.

Jassen in Geselligkeit

Wer in Erlen das Pensionsalter erreicht, erhält automatisch das Jahresprogramm der Vereinigung zugestellt. Zweimal im Jahr wird ein Tagesausflug organisiert. Dabei werde nicht auf ein fixfertiges Angebot eines Reiseveranstalters zurückgegriffen, sagt Franz Tschopp. «Wir schauen uns im Vorfeld alles persönlich an und legen Wert darauf, dass auch gehbehinderte Personen daran teilnehmen können.» Schliesslich lautet das Motto der Vereinigung «miteinander und füreinander». Besonders gesellig geht es jeweils an der Adventsfeier und den Jassnachmittagen zu und her.

Lieber kochen als turnen

Steigender Beliebtheit erfreut sich der Kochkurs. Bei den Turn-Angeboten dürften noch etwas mehr Personen mitmachen, sagt Franz Tschopp. Über die oft zitierte schwindende Solidarität zwischen den Generationen schüttelt Franz Tschopp nur den Kopf. «Das sind Schlagwörter, wie sie in der Politik und Presse gerne verwendet werden.» In Erlen funktioniere die Nachbarschaftshilfe und das Miteinander der Generationen, ist er überzeugt.