Senioren mit viel Musikgehör

Gemischtes Programm bei der Seniorenvereinigung: Bei der Monatsversammlung ging es um Lokalpolitik. Aber auch die Unterhaltung kam nicht zu kurz. Eine Instrumentalgruppe gab ein Konzert.

Hedy Züger
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Musik und Gesang: Eine Instrumentalgruppe aus Herisau spielt bekannte Lieder. (Bild: Hedy Züger)

Musik und Gesang: Eine Instrumentalgruppe aus Herisau spielt bekannte Lieder. (Bild: Hedy Züger)

ARBON. Der Tagespräsident der Seniorenvereinigung, Heinz Oberholzer, hielt an der Monatsversammlung ein Bonmot bereit: «Bei uns brauchen die Mitglieder immer noch Köpfchen, und was stelle ich fest: Niemand in unserem Verein ist dement.»

Oase für Demente

Die Bemerkung hatte einen speziellen Grund: Luzi Schmid und Marlies Näf-Hofmann stellten die von ihnen lancierte Volksinitiative vor, die Tagesstätten für Demenzkranke und eine niederschwellige Beratungs- und Koordinationsstelle für die Angehörigen in Arbon verlangt. Bisher fehle es am Willen, dieses politische und gesellschaftliche Anliegen ernst zu nehmen, sagte Schmid. Deshalb sei eine Unterschriftensammlung lanciert worden. In der Bevölkerung stosse das Anliegen auf grosse Resonanz. Die Tagesstätten seien wichtig, um Angehörige punktuell zu entlasten, Arbon biete nichts derartiges.

Filmmusik und Fischerin

Nebst Politik war auch viel Platz für Unterhaltung: Die Instrumentalgruppe aus Herisau und Umgebung bot vor der Seniorenvereinigung ein Programm aus eher klassischen Kompositionen aus Appenzell sowie Liedern. Die Seniorinnen spielten Violine, Cello, Klavier und Flöte und luden ihr Publikum auch zum Mitsingen ein. Dabei ging es um «Birewegge, Chäs und Brot» sowie die «Fischerin vom Bodensee».

Chörli sucht Sänger

Das Seniorenchörli beklagt in seinen Reihen neuerdings einige Ausfälle; zu verstärken gilt es die Bässe und Tenöre. Wer mitsingen möchte, wendet sich an Jörg Hürlimann oder Kurt Müller. Gute Kameradschaft ist der gemeinsame Lohn für die singenden Männer. Rita Grab leitet das Seniorenchörli. Darauf ist Oberholzer stolz. Auch sieht er die praktische Seite: «Mit Rita haben wir stets ein Ersatzprogramm, fällt jemand unerwartet aus, bietet sie uns spontan einen Auftritt als Solojodlerin.»

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