Sekundarschule kriegt die Kurve wieder

Max Eichenberger
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Arbon Bis der Bilanzfehlbetrag, der Ende 2016 noch 2,5 Millionen betragen hatte, abgebaut ist, wird die Rechnung der Sekundarschulgemeinde Arbon (SSG) positiver ausfallen als die Budgetzahlen. Dieser Effekt lässt sich buchhalterisch und den Vorgaben des Kantons entsprechend bezüglich Rechnungslegung erklären. Der jedes Jahr kleiner werdende Anteil des zu tilgenden Fehlbetrages erscheint jeweils im Budget (2016: 580000 Franken), aber nicht in der Rechnung.

Doch selbst dies nicht berücksichtigt, schliesst die SSG-Rechnung um fast 80000 Franken besser ab als budgetiert. Sie weist einen Überschuss von einer Viertelmillion aus; der Voranschlag rechnete – im hinkenden Vergleich – mit einem Defizit von gut 400000 Franken. Bis 2019 sollte die Sekundarschulgemeinde laut Präsident Robert Schwarzer die Kurve nach belastenden Jahren als Folge geballter Bauinvestitionen und hohen Abschreibungslasten endgültig gekriegt haben und wieder ausgeglichene Rechnungen vorlegen können.

Roggwiler Steuerzahler reissen Arboner Sek heraus

Dies auch als Folge der eingeleiteten Kurskorrekturen und Sparbemühungen, die sich auch ohne Druck auf die Schulleitungen «eingebrannt» hätten. Dafür steht, dass 2016 der Gesamtaufwand fast eine Million unter Budget liegt. Anderseits ist auch der Ertrag um 321000 Franken tiefer ausgefallen. Das liegt am Einbruch bei den Steuererträgen in Arbon. Obwohl die SSG vorsichtiger budgetiert hatte als die Stadt, wurde das Steuersoll um 435000 Franken verfehlt. «Dafür hat Roggwil die Sek mit einem Plus von 360000 Franken praktisch herausgerissen.»

Bemerkenswert ist das Rechnungsergebnis auch deshalb, weil die Sek Arbon 750 000 Franken – eine halbe Million mehr – an Transferzahlungen an den Kanton zu leisten hatte. «Auch das widerspiegelt, dass wir auf gutem Weg sind», so Schwarzer. Die Personalkosten habe man ebenfalls im Griff. Eine Klassenzusammenlegung brachte eine «Ersparnis» von 213000 Franken.

Ein unpopulärer, aber zumutbarer und angesichts der Finanzlage konsequenter Entscheid war, den Schulbus von Freidorf nach Arbon zu streichen. Das hätten die meisten Betroffenen, zähneknirschend zwar, mitgetragen. Zumal die Sek für das ÖV-Billett aufkomme und auf Gesuch hin sich auch beim Strassenverkehrsamt für die vorzeitige Erteilung des Mofaausweises stark mache.

Bei den Investitionen war eine Tranche von 1,25 Millionen Franken bei der Sporthalle der grösste Brocken.

Max Eichenberger

max.eichenberger@thurgauerzeitung.ch