Sekundarschulbürger schlucken hohes Defizit

ARBON. Bei einer Stimmbeteiligung von 22 Prozent haben die Schulbürger der Sekundarschulgemeinde Arbon (SSG) am Wochenende der Jahresrechnung 2015 zugestimmt. Der hohe Ja-Stimmen-Anteil von 75 Prozent (1590 : 525) deutet darauf hin, dass die Sparanstrengungen honoriert worden sind.

Max Eichenberger
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ARBON. Bei einer Stimmbeteiligung von 22 Prozent haben die Schulbürger der Sekundarschulgemeinde Arbon (SSG) am Wochenende der Jahresrechnung 2015 zugestimmt. Der hohe Ja-Stimmen-Anteil von 75 Prozent (1590 : 525) deutet darauf hin, dass die Sparanstrengungen honoriert worden sind. So sind unter anderem Klassen zusammengelegt worden. Um einen neuerlichen Antrag, den Steuerfuss anzupassen, dürfte die SSG aber nicht herumkommen.

Defizit reduziert

Die Rechnung 2015 schloss zwar mit einem satten Verlust von 1,4 Millionen Franken ab. Das Budget hatte aber noch mit einem höheren Defizit von 2 Millionen gerechnet. Zweimal haben die Schulbürger eine beantragte Steuerfusserhöhung von 4 Prozent verweigert: 2013 mit einer Stimmendifferenz von 800, 2014 noch mit 158. «Wir haben gemacht, was zu machen ist. Das spiegelt sich in der Jahresrechnung mit den Sparmassnahmen und Mehreinnahmen», sagt SSG-Präsident Robert Schwarzer.

Möglichkeiten ausgereizt

Die Möglichkeiten, die Finanzen zu entlasten, seien jetzt aber ausgereizt: «Es gibt keinen Spielraum mehr für ein weiteres Sparpaket. Wir haben klar gesagt, dass wir die Qualität der Schule erhalten wollen. Und Bildung ist nicht zum Nulltarif zu haben», betont Robert Schwarzer. Die Budgetrunde 2016 ist eröffnet worden. Nach den Sommerferien geht es dann ans Eingemachte. Danach werde die Sekundarschulgemeinde wohl nicht umhin kommen, neuerlich über eine Steuererhöhung beschliessen müssen. Wir werden alles daran setzen, so wenige Steuerprozente mehr wie möglich zu beantragen, versichert Schwarzer. Aber unter vier Prozent scheint illusorisch. Ein Steuerprozent macht rund 300 000 Franken aus.

Schulgeldstreit noch offen

Offen ist noch der Streit um das Steinacher Schulgeld. «Aber wir gehen davon aus, dass die Partnergemeinde Steinach endlich zahlt, was zu zahlen ist» – also auch Amortisation und Zinsen mitfinanziert. Die Regelung des Konfliktes liegt jetzt auf Departementsebene der Kantone Thurgau und St. Gallen. Die SSG wolle die Partnerschaft fortsetzen. Eine solche Lösung dürfte letztlich auch im Interesse der Eltern der Steinacher Schüler liegen, meint Schwarzer.