«Sein Schaffen ist einzigartig»

ROMANSHORN. Der Kulturpreis 2015 der Stadt Romanshorn geht an Christoph Sutter. Der 53-Jährige bereichert das kulturelle Leben in der Hafenstadt seit über zwei Jahrzehnten und hat gemäss Jury als Autor, Poet, Texter und Moderator grosse Verdienste erworben.

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Christoph Sutter ist auf vielen Bühnen daheim. (Bild: pd)

Christoph Sutter ist auf vielen Bühnen daheim. (Bild: pd)

Was auch immer Christoph alias «Stöff» Sutter schreibt oder moderiert, er zieht die Menschen auf verschiedensten Bühnen in seinen Bann und findet raschen Zugang zu seinen Gegenüber. Sein Schaffen ist nachhaltig und hinterlässt Spuren.

Als Poet hat er mehrere tausend Verse publiziert und als Autor zehn Bücher herausgegeben. Aber auch als Verfasser von weit über 100 Songtexten und Musicals bereichert er das kulturelle Leben. Bekannt ist Sutter ausserdem als Moderator. «Sein breites künstlerisches und kulturvermittelndes Schaffen ist in dieser Tiefe, Breite und Nachhaltigkeit einzigartig», lobt die Kulturkommission. Für sein jahrzehntelanges Wirken in und ausserhalb der Hafenstadt erhält Sutter am 5. November den Kulturpreis der Stadt Romanshorn.

Worte wie Bilder

Für Romanshorn sei es ein Glücksfall, dass der Sekundarlehrer vor einem Vierteljahrhundert seine Zelte am Bodensee aufschlug, heisst es in einer Mitteilung der Stadt. Denn Stöff Sutter habe sich bereits als Teenager in seiner Geburtsstadt Wil mit nicht alltäglichen Texten einen Namen gemacht. Seine Verse seien vitalisierend und erfrischend. Wer sie liest, erlebe, wie aus Worten ein phantasiereiches Spiel werde.

Seine Themen seien mitten aus dem Leben gegriffen. Oft ändert Sutter die Schreibweise von Wörtern ab, womit sie zum Schmunzeln anregen und passend zum Charakter des Autors vor Lebensfreude strotzen würden, heisst es weiter. «Ich geniesse es, die Gedanken meiner Leserinnen und Leser zu lenken», sagt der bekannte Texter.

Menschen im Mittelpunkt

Was aus seinen Versen zwischen den Zeilen zum Vorschein kommt, ist bei seinen Moderationen auf den ersten Blick erkennbar. Stöff Sutter mag Menschen und interessiert sich für ihre Einzigartigkeit. Ob er fachspezifische Diskussionen mit ranghohen Politikern leitet, einen Unterhaltungsabend an seinem Wohnort oder einen Galaabend vor grossem Publikum im Ausland moderiert: der Romanshorner ist Wegbereiter für gelungene Anlässe. «Wer in Moderationen spontan sein will, muss gut vorbereitet sein», weiss der gefragte Unterhalter, der sich auch als Dienstleister sieht. «Wenn sich das Publikum öffnet und Gefühle im Spiel sind, wird ein Programm zum Erfolg.»

Über viele Jahre war er regelmässig im Radio zu hören oder auf den Bildschirmen präsent. «Mit diesen Engagements hatte ich mir einen Kindheitstraum erfüllt.»

Nun habe er andere Prioritäten, erzählt der vierfache Vater, der sich heute neben seinem anforderungsreichen Vollzeitpensum in der Schule auf Verse, Bücher, Liedtexte, Musicals und Moderationen konzentriert. Seine vielen gleichzeitigen Verpflichtungen seien nicht belastend, sondern bereichernd. «Mein Leben ist spannend, und ich möchte weder auf meinen geliebten Beruf als Lehrer noch auf meine vielen sich gegenseitig inspirierenden Hobbies verzichten», sagt der Kulturpreisträger des Jahres 2015. (red.)