Segen für Ross und Reiter

NOLLEN. Am Sonntag fand zum 20. Mal der Bettagsritt auf und um den Nollen statt. Bei Wind und angenehmen Temperaturen feierten viele Besucher auch das 100-Jahr-Jubiläum des organisierenden Reitvereins.

Christoph Heer
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Die St. Gallische Reitermusik spielte hoch zu Ross. (Bild: Picasa)

Die St. Gallische Reitermusik spielte hoch zu Ross. (Bild: Picasa)

Trotz betrüblichen Wetteraussichten am Sonntagmorgen machten sich Hunderte Besucher auf den Weg zum wohl schönsten Aussichtspunkt weit und breit. Petrus liess zum Glück die Wetterschleusen geschlossen, und so stand einem erfolgreichen 20. Bettagsritt nichts mehr im Weg. Wenn man das Haar in der Suppe suchen möchte, dann wären allerhöchstens die vielen Wespen ein Negativpunkt des mehrstündigen Anlasses. Aber auch für diesen Fall hatten die Organisatoren des Reitvereins Nollen vorgesorgt und die Anwesenden gleich informiert, dass ein Samariterposten eingerichtet ist.

Zum erstenmal auf dem Nollen

Trudi und Guido Lehmann aus Niederuzwil sind zum erstenmal am Bettagsritt. «Eigentlich ist es purer Zufall, dass wir hier sind. Klar wussten wir, dass der Bettagsritt schon seit vielen Jahren besteht, trotzdem haben wir es erst jetzt geschafft, ihn zu beehren. Wir sind gespannt, was da alles auf uns zukommt», sagten die zwei kurz vor Beginn der Festivitäten.

Unermüdlicher Mitarbeiter

Dem Reitverein Nollen mit seinen 20 Mitgliedern gelingt es Jahr für Jahr einen tollen Anlass auf die Beine zu stellen. Unnötig zu erklären, dass dies nicht ohne viele fleissige Helfer im Vorder- und Hintergrund möglich ist. Einer von ihnen ist Kurt Stettler aus Zihlschlacht. Seit es den Bettagsritt gibt, sorgt er mit seiner Lautsprecheranlage für die nicht immer einfache Beschallung des Festgeländes. «Was habe ich alles erlebt an den Bettagsritten in den vergangenen 20 Jahren. Da war einmal ein Hagelsturm, welcher das Gelände richtiggehend einschneite, oder aber die Hitzewelle, welche für Temperaturen von über 30 Grad sorgte. Ich könnte noch viele weitere Anekdoten erzählen», sagte er. Lobende Worte fand er für die Organisatoren. «Von der ersten bis zur 20. Austragung, es hat immer alles tadellos geklappt, mein Lob geht an den Reitverein Nollen.»

Natürlich durfte der ökumenische Gottesdienst, mit dem katholischen Pfarrer Marcel Ruepp und dem evangelischen Pfarrer Johannes Hug im Festprogramm nicht fehlen.

Nach dem Ritt die Segnung

Viele kleine und grosse Reiter liessen sich danach von den Pfarrern segnen, vorher waren sie eine knappe Stunde auf dem Ritt rund um den Nollen unterwegs. «Es ist eine Wonne, was Gott uns alles ermöglicht. Sein wunderschönes Reich wird hier auf dem Nollen erst recht ersichtlich», so die Worte von Marcel Ruepp.

Franziska Jenny aus Buhwil ist oft am Bettagsritt. «Einer der besten Anlässe überhaupt», sagte sie, während die St. Gallische Reitermusik aufspielte.

Und zurück zu Trudi und Guido Lehmann aus Niederuzwil: ihnen hat es auf dem Nollen derart gut gefallen, dass sie meinten, im nächsten Jahr wieder zu kommen.

Die Pfarrer Marcel Ruepp und Johannes Hug segnen nach dem Ritt um den Nollen die Pferde und auch ein Pony. (Bilder: Christoph Heer)

Die Pfarrer Marcel Ruepp und Johannes Hug segnen nach dem Ritt um den Nollen die Pferde und auch ein Pony. (Bilder: Christoph Heer)