Schweizer mögen die Therme

KONSTANZ. Die Bädergesellschaft Konstanz blickt auf ein Rekordjahr zurück: Knapp eine Million Badegäste besuchten die Hallen- und Strandbäder sowie die Therme.

Aurelia Scherrer
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Die Geschäftsführer der Bädergesellschaft Konstanz (BGK), Georg Geiger und Konrad Frommer, sind höchst zufrieden mit dem Verlauf des Jahres 2011. Von den Besucherzahlen her war es ein Rekordjahr. Knapp eine Million Badegäste wurden in den Hallen- und Freibädern gezählt. Das Schwaketenbad, das Geiger als Volksbad bezeichnet, erzielte seiner Aussage nach das zweit- oder drittbeste Ergebnis in der 30jährigen Geschichte des Hallenbades.

Die Bodensee-Therme mit Thermalbad, Wellness- und Saunabereich sowie Freibad erzielte im vierten vollen Betriebsjahr mit mehr als 390 000 Besuchern ein Rekordergebnis. «Wenn die zweite Julihälfte von der Witterung her besser gewesen wäre, hätten wir die 400 000er-Schallmauer erreicht», ist sich Geiger sicher. Er stellt aber zugleich fest: Damit sei auch die Kapazitätsgrenze der Bodensee-Therme erreicht. «Mehr als 60 000 Besucher im Monat kann die Therme nicht verarbeiten», sagt Geiger. Den Anteil an Schweizer Badegästen beziffert er auf rund 30 Prozent. Dabei handle es sich um einen gleichbleibenden Wert. Währungskurs-Änderungen seien nicht spürbar – im Gegensatz zum Einzelhandel. «Wir haben in der Schweiz eine Stammkundschaft aufgebaut», ist Geiger überzeugt.

Ab Neujahr kostet es mehr

Ab 1. Januar 2012 werden die Eintrittspreise in den Konstanzer Bädern erhöht. Die Tarife der Bodensee-Therme werden um 50 Cent angehoben, die Sauna-Tageskarte kostet einen Euro mehr. Im Schwaketenbad wird der Eintrittspreis im Schnitt um zehn Cent erhöht, während die Tarife im Rheinstrandbad nicht angehoben werden. Der Grund für die «moderate Erhöhung», erklärt Geiger, seien insbesondere die gestiegenen Personal- und Energiekosten.

Die Vision, vor der Bodensee-Therme eine See-Sauna zu bauen, ist geplatzt. «Wir haben das Projekt aufgegeben», stellt Konrad Frommer fest. Die naturschutzrechtlichen Rahmenbedingungen seien nicht gegeben gewesen; auch das politische Meinungsbild deckte sich nicht mit den Wünschen der Bädergesellschaft.

Neue Sauna wird angedockt

Gleichwohl will die BGK den Sauna- und Wellnessbereich um rund 235 Quadratmeter ausbauen. «Der Anlieferhof soll überbaut werden», berichtet Konrad Frommer. Ein eigenständiges, über dem Boden schwebendes Gebäude soll an die bestehende Therme «angedockt» werden. «Wie ein Beiboot an den Schiffsrumpf», beschreibt Geiger. Die Planungskosten seien bereits eingestellt. Im kommenden Jahr werde der Planungsauftrag erteilt. Frommer geht davon aus, dass «wir den Bau 2013/14 zum Abschluss bringen können».