SCHULWAHLEN: Acht Vakanzen – vier Bewerber

Am 27. und 29. März stehen in weiteren fünf Schulgemeinden die Behördenwahlen an. In mehreren Gemeinden haben die Verantwortlichen grosse Mühe, Kandidaten für die freien Mandate zu finden.

Mario Testa
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Mario Testa

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@thurgauerzeitung.ch

Die Wahlen der Schulbehörden in der Region Weinfelden gehen in die zweite Runde. Nachdem am Wochenende in den grösseren Schulgemeinden an der Urne alle Vakanzen besetzt werden konnten, sieht es für die verbleibenden kleineren Schulgemeinden, die ihre Behörde anlässlich von Schulgemeindeversammlungen wählen, nicht so gut aus. Insgesamt acht Vakanzen gilt es zu besetzen, es gibt aber nur vier Kandidierende.

Eine schwierige Ausgangslage hat die Primarschulgemeinde Bussnang-Rothenhausen. Eine Vakanz in der fünfköpfigen Behörde besteht schon länger, und für die Erneuerungswahlen tritt auch Simon Pfiffner nicht mehr an. Somit sind zwei Vakanzen an der Versammlung vom 29. März zu besetzen, Kandidierende kann Daniel Hafner aber bis heute ­keine präsentieren. «Wir haben Gespräche mit Interessenten ­geführt, aber bis jetzt sind wir nicht fündig geworden», sagt der Schulpräsident. «Wir haben zwar noch etwas Zeit, wissen aber auch, dass es drängt.» Sollten sich bis in einer Woche Kandidierende finden, können deren Namen noch in der Versammlungsbotschaft festgehalten werden.

Fehlende Zeit als Hauptargument dagegen

Wenn’s nicht klappt mit der Besetzung der Vakanzen in Bussnang-Rothenhausen, müssten sie zu dritt in der Behörde weiterarbeiten und mit der Kandidatensuche fortfahren, sagt Hafner. «Eine allfällige Wahl würde dann an einer ausserordentlichen Versammlung stattfinden.» Hauptgrund für die Absagen der Interessierten sei fehlende Zeit, sagt Daniel Hafner. «Wir sagen den Interessierten ehrlich, wie viel Arbeit ein Mandat in der Behörde mit sich bringt – und darauf heisst es dann häufig, dafür reiche die Zeit nicht.»

Ebenfalls bislang erfolglos auf Kandidatensuche ist man in der Sekundarschulgemeinde Affeltrangen, wo drei Behördenmitglieder nicht mehr zur Wiederwahl antreten. Obwohl die Zahl gewählter Behördenmitglieder ohnehin von fünf auf drei reduziert wird, fehlt noch eine Kandidatur. «Renata Franciello und ich treten erneut an, aber eine dritte Person haben wir noch nicht gefunden», sagt Schulpräsident Roger Holenstein. Auch sie hätten beide bereits viele Personen kontaktiert und Gespräche geführt, nachdem ein Aufruf im Mitteilungsblatt keine Wirkung gezeigt hatte. «Wir hatten einige Interessenten, aber keine Zusage bis jetzt. Für viele ist der zeitliche Aufwand ein Problem, oder ­ihnen fehlt aufgrund des Jobs schlicht die Möglichkeit, auch mal tagsüber einen Schulbesuch zu machen», sagt Holenstein. Dazu komme, dass die Kinder möglicher Behördenmitglieder nur drei Jahre in der Schule verbringen. «Deshalb haben wir viele Wechsel in der Behörde und kurzzeitige Engagements.» Etwas entschärft wird die Situation in Affeltrangen dank der sechs Delegierten der umliegenden Primarschulgemeinden, die in der Behörde mitwirken.

Kein Interessent fürs Präsidium in Märwil

Ohne Kandidat fürs Präsidium steht die Primarschulgemeinde Regio Märwil da. «Wir haben mit Nouria Jarjour Vogel eine Kandidatin für die Vakanz in der Behörde gefunden, aber noch niemanden, der sich fürs Präsidium in­teressiert», sagt Vizepräsidentin Renata Franciello. Der amtierende Präsident Felix Diggelmann konzentriert sich künftig ganz auf seine Aufgabe als Schulleiter und tritt daher nicht mehr an.

In der Primarschule Ottoberg stellt sich Reto Schubnell neu zur Wahl, nebst den vier wieder­antretenden bisherigen Behördenmitgliedern. Ebenfalls genug Kandidierende hat die Primarschule Lauchetal. Wie Präsidentin Conny Strässle sagt, haben sich zwei Personen gemeldet, nachdem die Schule einen Aufruf zur Kandidatur im Gemeindeblatt veröffentlicht hatte. «Simone Hofstetter aus Strohwilen und Doris Zellweger aus Affeltrangen stellen sich nebst den zwei bisherigen Behördenmitgliedern und mir zur Wahl.»

Für die Wahlen in allen Schulgemeinden gilt: Auch an der Versammlung selbst können sich ­Interessierte noch melden und wählen lassen. Nur erscheint ihr Name dann nicht in der Botschaft zur Versammlung.

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