Schulsozialarbeiter für Bürglen

Die Schule Bürglen budgetiert fürs nächste Jahr rote Zahlen. Rund 600 000 Franken sollen in die Liegenschaften investiert werden. Zudem soll im nächsten Jahr die Schulsozialarbeit eingeführt werden.

Hannelore Bruderer
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Das Schloss Bürglen – einen Flügel nutzt die Schule für Unterricht. (Archivbild: Mario Testa)

Das Schloss Bürglen – einen Flügel nutzt die Schule für Unterricht. (Archivbild: Mario Testa)

BÜRGLEN. Im nächsten Jahr will die Schule Bürglen eine Stelle für Schulsozialarbeit schaffen. Im Vergleich zu anderen Schulgemeinden macht die Schule Bürglen diesen Schritt erst spät. Das Thema Schulsozialarbeit sei vor rund zehn Jahren schon diskutiert worden, damals hätten sich Behörde und Lehrerschaft jedoch gegen die Einführung entschieden, sagt Schulpräsident Rolf Gmünder. «Mit unserem Schulmodell, bei welchem Klassen von Lehrerteams und nicht von Einzelpersonen geleitet werden, konnte vieles aufgefangen werden.» Durch die gesellschaftlichen Veränderungen und die begrenzten Ressourcen bei der Lehrerschaft und der Schulleitung stosse die Schule nun aber an ihre Grenzen. «Zudem hat die letztjährige kantonale Evaluation in diesem Bereich Handlungsbedarf aufgezeigt.»

Sozialarbeit nützt langfristig

Zum Schulanfang im nächsten Herbst soll die Versuchsphase für die Schulsozialarbeit beginnen. Bis dahin wird eine Arbeitsgruppe ein auf die Schule Bürglen zugeschnittenes Konzept erarbeiten. Vom nachhaltigen Nutzen der Schulsozialarbeit ist Rolf Gmünder überzeugt. «Wir haben die Modelle in anderen Schulen angeschaut. Keine dieser Schulen würde auf die Schulsozialarbeit wieder verzichten wollen.» Da nicht nur die Schule von einer gut funktionierenden Sozialarbeit profitiert, will sich auch die Politische Gemeinde mit einem Startbeitrag daran beteiligen.

Eigenkapital füllt die Lücke

Die Schule Bürglen budgetiert für 2016 bei einem Gesamtaufwand von 9,07 Millionen einen Verlust von 313 000 Franken. Die Schule verfüge über genügend Eigenkapital, um diesen Verlust zu verkraften, sagt Schulpräsident Rolf Gmünder. Der aktuelle Steuerfuss von 102 Prozent könne beibehalten werden. Da das Budget erstmals mit dem neuen Rechnungsmodell HRM2 erarbeitet wurde, ist ein Vergleich mit den Vorjahren nicht gut möglich. «Der Aufwand für eine nachträgliche Erfassung der Vorjahre nach dem neuen Modell wäre zu aufwendig», erklärt der Schulpräsident. Damit die Stimmbürger die Zahlen dennoch nachvollziehen können, sind die Werte des Budgets 2015 und der Rechnung 2014 in der Botschaft ähnlich dem neuen System aufbereitet worden.

Versammlung Volksschulgemeinde Bürglen, Dienstag, 24. November, 20 Uhr, Turnhalle Leimbach