Schule unter Solarstrom

KREUZLINGEN. Schüler der Kantonsschule Kreuzlingen haben eine Photovoltaikanlage auf dem Dach ihrer Schule geplant. Nun warten sie auf die Baubewilligung.

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Zwei Schüler der vierten Kanti-Klasse beim Vermessen des Daches. (Bild: pd)

Zwei Schüler der vierten Kanti-Klasse beim Vermessen des Daches. (Bild: pd)

Angefangen hat alles mit der Zusage des Thurgauer Hochbauamts eine grosse Solaranlage auf dem Dach der Kantonsschule Kreuzlingen (KSK) zu subventionieren. Darauf haben einige Maturandinnen und Maturanden der KSK dieses Vorhaben gleich selbst in die Hand genommen. Im Rahmen der Technikwoche «Erneuerbare Energien» haben sie unter der Leitung des Mathe- und Physiklehrers Guido Lang das Projekt «KSK goes solar» gegründet.

Professionelle Planung

Startschuss für das Projekt war bereits am 2. März, als sich Andreas Kern und Philipp Leuzinger vom Thurgauer Hochbauamt mit dem Guido Lang, dem Hausdienst der KSK und dem Ingenieur- und Planungsbüro «3-plan» trafen. Gleichzeitig haben die Schüler Arbeitsgruppen gebildet. Eine Gruppe nahm auf den Dächern der Schule mit Livio Violka von «3-plan» Vermessungen vor. Die Daten wurden von den Schülern mit dem Programm «AutoCAD» ausgewertet und in drei-dimensionale Pläne umgewandelt.

Eine zweite Schülergruppe hat nach den Messungen Offerten bei internationalen Anbietern von Photovoltaikanlagen eingeholt. Schliesslich wurden vier Varianten inklusive Pläne beim Hochbauamt in Frauenfeld eingereicht.

Aufbau im Juli

Das Hochbauamt genehmigte eine Anlage mit Modulen des Anbieters «Sunteck». Es handelt sich um eine Anlage mit einer Leistung von rund 50 Kilo-Watt-Peak, due etwa 125 000 Franken kostet. Die Energie, die mit der Anlage produziert werden kann entspricht etwa dem Bedarf von zehn Einfamilienhäusern. Rechnet man mit einem Strompreis von 20 Rappen pro Kilowattstunde, entspricht das einer Energieproduktion im Wert von 10 000 Franken. Entgegen einem Vorurteil, übersteigt der Energieaufwand für die Produktion dieser Photovoltaikanlage nicht den Energieertrag, der aus ihr resultiert. Die Anlage der Kanti wird bereits nach einem Jahr die Produktionsenergie kompensiert haben.

Im Moment wartet die Projektgruppe auf die Baubewilligung der Gemeinde Kreuzlingen. Voraussichtlich werden die Maturanden die Anlage in der ersten Juliwoche nach ihrer Abschlussfeier aufbauen können.