Schule in frischer Luft

20 Buben und Mädchen vom Schulhaus Schwärze haben mit ihrer Lehrerin die neue Saison des Waldschulzimmers in der Underau in Weinfelden eröffnet.

Rudolf Steiner
Drucken
Teilen
Die Buben und Mädchen messen sich bei ihren Sprungversuchen mit den tierischen Waldbewohnern. (Bild: Rudolf Steiner)

Die Buben und Mädchen messen sich bei ihren Sprungversuchen mit den tierischen Waldbewohnern. (Bild: Rudolf Steiner)

Weinfelden. Rechtzeitig zum Tag des Waldes am 21. März ist im Waldschulzimmer in der Underau die neue Saison eröffnet worden. Susanne Brunschweiler, Präsidentin des Waldschulzimmers, freut sich, dass Schulklassen von Sulgen bis Wigoltingen das Schulzimmer in freier Natur regelmässig besuchen.

«Es gibt Lehrer, die mit ihren Schülern fast jede Woche hierherkommen, um den Kindern etwas Neues zu zeigen oder einfach an der frischen Luft zu unterrichten.»

Auch für Vereinsmitglieder

Das Waldschulzimmer steht nach Reservation auch den mittlerweile 120 Vereinsmitgliedern zur Verfügung. Weil aber die Anlage in der Grundwasserschutzzone 2 liegt und um die Natur zu schonen, wolle man auf dem Erlebnisparcours am westlichen Rand von Weinfelden keinen Massentourismus, erklärt die Präsidentin weiter. Eröffnet wurde diese Woche die neue Tier-Weitsprunganlage.

«Kommst du so weit wie der Fuchs?» oder «Kennst du alle Weitspringer im Wald?» steht auf der Hinweistafel auf der Anlage. Auf 0,6 Meter oder die 200fache Körperlänge bringt es ein Floh, 0,7 Meter oder die achtfache Körperlänge schafft die Waldmaus, 1,5 Meter oder die dreifache Körperlänge der Marder und bereits 2 Meter schaffen Heuschrecke (60fache) und Frosch (30fache Körperlänge).

Ziel erreicht

20 Buben und Mädchen vom Schulhaus Schwärze massen sich bei ihren Sprungversuchen sogleich mit den tierischen Waldbewohnern.

Während die einen bereits beim Floh landeten, schafften es einige Dreikäsehochs – allerdings mit zwei Schritten oder Sprüngen – bis in die Nähe des Frosches. Und ganz diplomatisch einigten sie sich dann spontan, dass alle so weit wie der Frosch gesprungen seien.

Das Ziel, dass die Erstklässler spielend etwas Neues gelernt haben, war erreicht, erklärt Erich Tiefenbacher, Kreisforstingenieur des Forstkreises 2 (Oberthurgau und Thurtal). Und so freuten sich sowohl Erich Tiefenbacher als auch Susanne Brunschweiler, als ein Mädchen spontan und nach Luft ringend sagte «s nöchscht mol chomm i denn grad mit mim Papi und mim Mami».

Pädagogisch wertvoll

Die Tier-Weitsprunganlage war von Fritz Hofer, dem Förster von Bussnang, zusammen mit den Schreiner- und Forstwartlehrlingen des BBZ Weinfelden gebaut worden.

«Nach dem Bienenhaus und dem Klangholz haben wir jetzt mit der Tier-Weitsprunganlage einen neuen, pädagogisch wertvollen Anziehungspunkt hier draussen», sagt Susanne Brunschweiler, die seit dem Anfang vor zehn Jahren als Präsidentin in der vordersten Reihe steht.

Weitere Auskünfte und Informationen auf der Website www.waldschuleweinfelden.ch

Aktuelle Nachrichten