Schule baut auf «Nagelfluh»

Die Primarschule Kesswil will die Schulanlage erweitern. Am Montag stellte die Behörde den Schulbürgern zwei Varianten vor.

Kurt Peter
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KESSWIL. «Wir wollen und müssen unsere Aufgaben erfüllen», sagte Primarschulpräsidentin Edith Tanner an der Informationsveranstaltung zur Erweiterung der Schulanlage. Zahlreiche Schulbürger fanden sich in der Mehrzweckhalle ein, um über das Projekt «Nagelfluh» des Architekten Hans Peter Hug informiert zu werden.

Nachdem im März 2014 ein erstes Projekt abgelehnt worden sei, erklärte Tanner, habe sich die Schulbehörde Gedanken über eine Alternative gemacht. «Mit der Zustimmung zur Steuerfusserhöhung um zwei Prozent wurde uns diese Aufgabe zur Erweiterung in Kesswil gestellt.»

Gruppenraum als Vorgabe

In der Folge wurde ein Submissionsverfahren durchgeführt mit einer klaren Aussage: Jedes Schulzimmer muss einen Gruppenraum haben. Ausserdem war es die Aufgabe der Architekten, nach Möglichkeit ein fünftes Klassenzimmer im Projekt zu integrieren. Architekt Hug stellte die beiden durch sein Büro erarbeiteten Varianten vor. Grundgedanke sei es gewesen, das alte Schulhaus aus den 1980er-Jahren nicht anzutasten. Es sei ein komplexes Gebäude, an dem aber die gewünschte Erweiterung machbar sei, ergänzte er. Die Entwicklung sei in Richtung Ost und West möglich.

Variante «Ost» mit Abstrichen

Die Variante «Ost» bedeute einen kleinen Eingriff am bestehenden Schulhaus und eine geringe Veränderung nach aussen. Allerdings sei kein Lehrerzimmer und kein Gruppenraum integriert. Daniel Fey, in der Schulbehörde für den Bereich Bau zuständig, sprach von einer Minimalvariante. «Es wäre eine kurzfristige Lösung und bietet für die eingesetzten Mittel zu kleine Gruppenräume.» Die geschätzten Kosten bezifferte er mit 650 000 Franken. Die Variante «West» sehe eine grössere Erweiterung vor und erfülle das Raumprogramm, führte er weiter aus. Es beinhalte, bei der möglichen Unterkellerung, auch einen Reserveraum. Für Fey bedeutet diese Variante ein Projekt mit «genügend Raum, und es ist in den kommenden Jahren kein weiterer Eingriff ins Gebäude notwendig». Allerdings sind die Kosten mit geschätzten 1,78 Millionen Franken deutlich höher.

Weitere Vorlage folgt

Für die Schulbehörde sei klar, dass dies die letzte Möglichkeit sei, das Schulhaus auszubauen. Sollte Kesswil weiter wachsen, sei an einen Ausbau des alten Schulhauses zu denken, meinte Tanner. In der Diskussion wurde angeregt, an eine Holzschnitzelheizung zu denken und eine gute Variante für den zu verschiebenden Spielplatz zu erarbeiten.

Ein Konsultativabstimmung brachte eine deutliche Mehrheit für die Variante «West». Die Behörde werde die Anregungen der Diskussion in die weitere Planung einbeziehen, versprach Tanner. Am 23. März 2016 werde an der Gemeindeversammlung in Dozwil ein Vorschlag zur Abstimmung gebracht. Ob es sich dabei um einen Projektierungs- oder Baukredit handle, liess die Schulpräsidentin offen.