Schützen bangen um Existenz

Nach dem wuchtigen Nein der Bischofszeller Gemeindeversammlung zum Baubeitrag für eine neue Kurzdistanz-Schiessanlage herrscht in den Reihen des Pistolenclubs und der Sportschützen Ratlosigkeit.

Georg Stelzner
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Keiner der drei Bischofszeller Schützenvereine kann mehr in der eigenen Gemeinde schiessen. (Bild: pd)

Keiner der drei Bischofszeller Schützenvereine kann mehr in der eigenen Gemeinde schiessen. (Bild: pd)

BISCHOFSZELL. 2011 wird der Pistolenclub Bischofszell 100 Jahre alt. Diesem Jubiläum steht nach menschlichem Ermessen nichts im Wege, doch ob die Mitglieder überhaupt noch Lust haben werden, diesen runden Geburtstag zu feiern, ist fraglich. «Die Ablehnung des Baubeitrags bedeutet mittelfristig das Ende unseres Clubs», spricht Paul Etter Klartext. Auswärts zu schiessen, sei mit einem erheblichen Aufwand verbunden und für die Mitglieder alles andere als attraktiv.

Derzeit kann zwar die Anlage in Weinfelden benützt werden, doch geht der Präsident des Pistolenclubs davon aus, dass auch dies nur noch ein Jahr lang möglich sein wird. Für eine neue Anlage auf Bischofszeller Boden sieht Etter nach dem klaren Verdikt vom vergangenen Mittwoch praktisch keine Chance mehr. «Ich bin enttäuscht, muss den demokratischen Entscheid aber akzeptieren», sagt Etter.

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