Schüler versetzen sich in die Lage von Sehbehinderten

Gleich acht Primarschulklassen setzten sich in den vergangenen Tagen mit dem Thema «Sehen» auseinander: Für viele in unseren Breitengraden sind gesunde Augen selbstverständlich – in Entwicklungsländern ist ihre Beeinträchtigung bis hin zur Erblindung ein grosses Problem.

Markus Bösch
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Ein Mädchen tastet sich mit Augenbinde und Stock über den Platz. (Bild: Markus Bösch)

Ein Mädchen tastet sich mit Augenbinde und Stock über den Platz. (Bild: Markus Bösch)

ROMANSHORN. Gleich acht Primarschulklassen setzten sich in den vergangenen Tagen mit dem Thema «Sehen» auseinander: Für viele in unseren Breitengraden sind gesunde Augen selbstverständlich – in Entwicklungsländern ist ihre Beeinträchtigung bis hin zur Erblindung ein grosses Problem.

Dies erfuhren die Kinder unter anderem im Erlebnismobil der Christoffel Blindenmission (CBM), das in Romanshorn diese Tage Halt macht. Mit einer Brille wurde die Krankheit «Grauer Star» simuliert – und plötzlich tastete sich mancher Schüler unbeholfen vorwärts, tappte manche Schülerin nur zögernd durch die verschwommene Dunkelheit. Gleichzeitig hatten die Kinder Gelegenheit, an einem Postenlauf auszuprobieren, wie schwierig es ist, mit einer Augenbinde zu laufen oder sich einen Ball zuzurollen. Beat Schneider vom Hilfswerk erzählte davon, wie mit wenig Geld operiert und damit geholfen werden kann.