Schüler lernen im Lerngarten

SCHÖNHOLZERSWILEN. Die Sekundarschule Schönholzerswilen prüft ein neues Lernmodell. Im März entscheidet die Volksschulgemeinde Nollen, ob sie das Projekt übernimmt.

Brenda Zuckschwerdt
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Im Lerngarten: Die Lehrer Ralph Schönholzer und Stefan Schmidt. (Bild: Brenda Zuckschwerdt)

Im Lerngarten: Die Lehrer Ralph Schönholzer und Stefan Schmidt. (Bild: Brenda Zuckschwerdt)

Fein säuberlich geordnet liegen die transparenten Kistchen in den Schränken der Bibliothek bereit. Hundert Stück sind es, und alle enthalten eine Aufgabe. Mal ist sie mathematischer Natur und dreht sich um Zahlen oder Formen. Ein anderes Mal steht das Knobeln im Vordergrund. Oder die Sprache. Wenn beispielsweise einzelne Satzteile so zusammengesetzt werden müssen, dass sie die Geschichte von Rotkäppchen erzählen. Korrekt versteht sich. Wenn es heisst, der Wolf schlief mit der Grossmutter, ist irgend etwas schiefgelaufen.

«Das hatten wir aber auch schon», sagt Stefan Schmidt und lacht.

Idee stammt aus Gossau

Der Sekundarlehrer hat den «Lerngarten» im Regional Didaktischen Zentrum in Gossau kennengelernt, wo er gemeinsam mit seinem Kollegen Ralph Schönholzer an einem Weiterbildungskurs teilnahm. Die beiden waren auf Anhieb begeistert und entschlossen sich, dieses Angebot auch an ihrer Schule anzubieten. Die Unterlagen stellte ihnen der Kursleiter auf CD zur Verfügung. Das ganze Material musste aber noch ausgedruckt und laminiert werden.

Mitte Januar stellten Schmidt und Schönholzer den Lerngarten ihren Kollegen der Sekundarstufe vor - und stiessen damit auf helle Begeisterung.

Auch für Primarschüler

Bewährt sich das Projekt, soll das Angebot im März auf die ganze Volksschulgemeinde Nollen ausgeweitet werden, indem es auch den Primarlehrern vorgestellt wird.

Denn die Aufgaben wenden sich grundsätzlich auch an Primarschüler, der Schwierigkeitsgrad der einzelnen Aufgaben ist auf einer Tabelle vermerkt. Die Lösung der Aufgaben steht aber gar nicht im Vordergrund. «Der Schüler soll zwar am Schluss ein Erfolgserlebnis haben, wenn er eine Aufgabe gelöst hat», so Schmidt. Er soll aber vor allem merken, wie er ein Problem angehen kann und dadurch Strategien entwickeln, die sich auch im Alltag anwenden lassen.

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