Schub für Fantastical-Finanzen

KREUZLINGEN. Die Organisatoren des Kreuzlinger Seenachtsfests haben einen neuen Hauptsponsor gefunden. Für die nächsten drei Jahre heisst das Familienfest nun «Fantastical by Spar». Die Ausrichtung auf Familien geht weiter.

Urs Brüschweiler
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Schnappschuss vom Fantastical 2010: Zum Abschluss der Sommerferien bereitet das Kreuzlinger Seenachtsfest den Kindern viel Spass und Freude. (Archivbild: Benjamin Manser)

Schnappschuss vom Fantastical 2010: Zum Abschluss der Sommerferien bereitet das Kreuzlinger Seenachtsfest den Kindern viel Spass und Freude. (Archivbild: Benjamin Manser)

«Wir haben schon lange nach einem grossen Einzelsponsor gesucht», sagt Fantastical-Geschäftsführer Thomas Gut. Nun hat man diesen mit dem Lebensmittelhändler Spar gefunden. Das Kreuzlinger Seenachtsfest – in diesem Jahr vom 12. bis zum 14. August am Kreuzlinger Hafen und dem Seeburgpark – erhält deshalb einen Namenszusatz und wird künftig als «Fantastical by Spar» beworben. Die Namensrechte habe man für einen namhaften Betrag für drei Jahre verkauft, erklärt Gut. Spar sei der ideale Partner. Die Suche nach dem Hauptsponsor für den Grossanlass sei nicht einfach gewesen. «Für lokale Firmen sind wir zu gross, für nationale Firmen aber schon wieder zu klein.»

Kein Fallschirm mehr

Wie viel Spar bezahlt, will Gut nicht verraten. Doch klar ist, das Fantastical kann das Geld brauchen. Die Defizitgarantie der Stadt in Form eines Fonds von 50 000 Franken habe man durch die regnerische Ausgabe von 2010 aufgebraucht. Rund 20 000 Besucher hat das Seenachtsfest letztes Jahr angelockt, nur rund halb so viele wie in guten Jahren.

Von der Stadt bleibe der jährliche Festbeitrag von 70 000 Franken, welcher grösstenteils für das Feuerwerk verwendet werde. «Nun haben wir keinen Fallschirm mehr», sagt der Geschäftsführer, «wir können uns kein schlechtes Jahr mehr erlauben, sondern müssen versuchen, uns wieder ein Polster zu erarbeiten.»

Fantastical als Familienevent

Der neue Hauptsponsor Spar passe gut ins Konzept, führt Thomas Gut weiter aus. Das Schweizer Familienunternehmen mit dem Hauptsitz in St. Gallen sei am Fest selber aktiv engagiert. Die Ausrichtung des Seenachtsfests auf Familien stimme auch für den Lebensmittelhändler. Gemeinsam werde man ein kunterbuntes Programm an drei Tagen anbieten. Der Geschäftsführer des Fantastical ist sich jedenfalls sicher: «Wir haben noch nie ein so gutes Programm angeboten, seit ich dabei bin.» Auf Kosten der Partygemeinde soll die Ausrichtung auf Familien aber nicht gehen, meint Gut und verspricht wieder zwei lange Nächte.