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Schrumpfen ist nötig

Detaillisten und ihre Vermieter trafen sich mit der Stadt zum Workshop. Es ergaben sich spannende Ansätze.

Die Stadt Kreuzlingen entwickelt derzeit eine Nutzungsstrategie für die Geschäftsstrassen im Zentrum. Geleitet wird dieser Strategie-Prozess durch das Kompetenzzentrum Netzwerk Altstadt aus Bern. Es steht derzeit im Dialog mit Ladenbetreibenden und Liegenschaftseigentümern. Dabei geht es um die Frage, wie das Kreuzlinger Zentrum weiterhin ein Detailhandels-Zentrum und Begegnungsort sein kann (unsere Zeitung berichtete).

Wie die Stadt Kreuzlingen mitteilt, fanden nun Ende September zwei Workshops mit über 30 Teilnehmern statt, in denen die Ergebnisse der Umfragen mit den Eigentümern sowie Ladenbetreibern und Gastronomen diskutiert wurden. Zwar seien die klassischen Forderungen wie mehr Parkplätze und attraktive Aussenräume schnell auf dem Tisch. Wenn es aber um konkretere Konzepte gehe, werde das Bedürfnis nach gemeinsamer Strategiearbeit sichtbar. Aufgrund der unterschiedlichen Zentrumsbereiche, die im Ortskern verstreut liegen (Konstanzerstrasse, Bahnhofstrasse, Hauptstrasse, Löwenstrasse), stelle sich die Frage, ob und wie diese Lagen als Zentrum bestehen könnten. Die Ladenangebote seien in manchen Bereichen wenig dicht und die Atmosphäre nicht immer einladend. Während der Boulevard als Zentrumslage klar positioniert sei, ringen die Befragten mit klaren Aussagen zur weiteren Entwicklung der anderen Lagen. Gerade die Löwenstrasse biete Potenzial, schreibt die Stadt Kreuzlingen.

Heute besteht einÜberangebot an Ladenfläche

Auch die Stadt müsse sich dieser Frage stellen, nachdem eine Aufwertung des Aussenraumes irgendwann anstehe, heisst es in der Mitteilung weiter. «Wir werden die Aussagen aus diesen Umfragen und Diskussionen in unsere Überlegungen zur Zukunft der Löwenstrasse aufnehmen», kommentiert Stadtpräsident Andreas Netzle. Der Boulevard sei gemäss Netzwerk Altstadt als Ortskern unbestritten. Das Bedürfnis eines gemeinsamen Zentrumsmanagements, das sich um Ansiedlungen und den Dialog bemühe, wurde in den Diskussionen spürbar. Eine Vollbesetzung der heute bestehenden Ladenflächen mit Detailhändlern ist gemäss Berater Paul Hasler illusorisch. Er betonte das Überangebot an Ladenflächen. «Wir müssen über Schrumpfungsprozesse reden.» Teilweise könne es angezeigt sein, Mietverträge für Ladenlokale nach unten zu korrigieren, um einen Laden halten zu können. Die Eigentümer teilten diese These grundsätzlich, wobei jeder Fall einzeln geprüft werden müsse.

Nach der ersten Auslegeordnung werden die Berater des Netzwerks Altstadt nun eine Strategie formulieren und diese den Betroffenen zur Diskussion vorlegen. In einer zweiten Phase werde die Bevölkerung eingeladen, sich dazu zu äussern. (red.)

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