Schräge Vögel, Schenkel und Schlümpfe

Alle Vögel sind schon da», heisst es in der Vogelwarte Saubachsaal. Das stimmt. Zur Premiere der diesjährigen Narren-Night-Shows sind alle Schönen, Politiker und sonstigen Wichtigen aus Kreuzlingen und Umgebung gekommen.

Nicole D'orazio
Drucken
Teilen
Jürg Schenkel in Pappe: Er trägt die Uniform «Matrose».

Jürg Schenkel in Pappe: Er trägt die Uniform «Matrose».

Alle Vögel sind schon da», heisst es in der Vogelwarte Saubachsaal. Das stimmt. Zur Premiere der diesjährigen Narren-Night-Shows sind alle Schönen, Politiker und sonstigen Wichtigen aus Kreuzlingen und Umgebung gekommen. Auch diejenigen, die befürchten müssen, von den Emmishofer Narren auf die Schippe genommen zu werden. So war es auch. Die Narren geizten nicht mit ihren Sprüchen, Witzen und Seitenhieben.

Das leerstehende Gardencity, die TZ, die nach Weinfelden ausgeflogen ist, und die Konstanzer Nachbarn, die die schöne Allee ab der Kunstgrenze mit einem Trampelpfad weiterführen und im Gegenzug den Hauptzoll schliessen liessen, kamen im Gezwitscher der bunten Vögel vor.

Ein «Danke» an Jürg Schenkel

Nach einer Pause fand man sich in einem Schulzimmer wieder. Beim neu zu besetzenden Schulpräsidium sei sich die FDP nicht einig, dabei müsste sie doch wissen, dass keine ehemaligen Lehrer in das Amt gewählt werden, sagten die Narren. Und David Blatter sei ja jetzt schon Sekundant von Andreas Netzle. Das Beste wäre, die Schule in die Stadt zu integrieren und Bottighofen und Lengwil in Kreuzlingen einzugemeinden. Dann könne man Urs Siegfried gegen Netzle eintauschen, und Cyril Schmidiger blase ihm den Marsch. Dann stand der strenge Pfarrer Jehle, der sich im Jahrhundert geirrt und nach Kreuzlingen verirrt hatte, im Schulzimmer. Schliesslich zeigten die Narren eine Modeschau mit Schuluniformen und verabschiedeten Jürg Schenkel mit einem Dankeslied. «Und wir freuen uns schon auf deine Nachfolgerin: Seraina Perini.» Die gar nicht kandidiert, notabene.

Trudi und Emil sollen es richten

Nach einem Ausflug in die Welt der sozialen Medien beschäftigte die Frauenfelder Mafiazelle die Narren. Dann bauten sie die modernste Waschanlage auf, welche nicht nur Sebastian Vettel nutzte. Ein Wasserballer suchte zum Beispiel vergeblich nach mehr Wasserfläche. Auch die obligaten Witze über den Stadtammann, die bisherigen und möglichen neuen Stadträte fehlten nicht. Gut weg kam keiner. Die Narren wollten nicht nur motzen, sondern präsentierten gleich eine Alternative: Trudi und Emil wollen für Stadt und Schule kandidieren und dabei keine Märli erzählen. Zum Schluss ging es nach Schlumpfhausen. Rosmarie Obergfell aus Gottlieben wurde mit «Merci, Rosi» verabschiedet, während bei der Hilfe für den Einbürgerungstest für den schwarzen Schlumpf nicht alles politisch korrekt ablief.

Pfarrer Jehle ist mit seinen Schülern im Religionsunterricht nicht zufrieden.

Pfarrer Jehle ist mit seinen Schülern im Religionsunterricht nicht zufrieden.

Im Nest diskutieren die drei Vögel über die Geschehnisse in der Region. (Bilder: Reto Martin)

Im Nest diskutieren die drei Vögel über die Geschehnisse in der Region. (Bilder: Reto Martin)

Aktuelle Nachrichten