Schon 100 Jahre selbständig

Die 99. Generalversammlung hielt am Freitagabend die Genossenschaft Elektra Salmsach auf der MS Säntis ab und feierte das 100-Jahr-Jubiläum.

Trudi Krieg
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Die Jubiläumsversammlung fand auf der MS Säntis statt. (Bild: Trudi Krieg)

Die Jubiläumsversammlung fand auf der MS Säntis statt. (Bild: Trudi Krieg)

salmsach. 36 Genossenschafter konnte der Präsident Kurt Helg am Freitagabend zur denkwürdigen 99. Generalversammlung der Elektra begrüssen. Die Genossenschaft wird von 60 Mitgliedern getragen zu denen bald einige Neumitglieder dazukommen werden. Der Verwaltungsrat und der Präsident Kurt Helg wurden einstimmig im Amt bestätigt.

Vertrag mit EW Romanshorn

Als vor zwei Jahren Helene Geissmann nach 16 Jahren als Geschäftsführerin der Genossenschaft aufhörte und gleichzeitig die gesetzlichen Bestimmungen immer komplexer wurden, entschloss man sich, den administrativen Teil dem EW Romanshorn in Auftrag zu geben. Seither werden von dort aus Zähler abgelesen und Rechnungen verschickt.

Die Genossenschaft ist eigenständig geblieben, das bedeutet Stromeinkauf, Materialverwaltung, Arbeitsvergabe und Entscheidungen in eigener Sache werden autonom durchgeführt: «Den Hundertsten wollen wir als selbständige Genossenschaft erleben», sollen damals ein paar Salmsacher gesagt haben, die seit Urzeiten dabei sind.

Selbständig bleiben

Nun ist der Hundertste vorbei und es ist keine Rede davon, an diesem Zustand etwas zu ändern. Die Lösung mit dem EW Romanshorn habe sich bewährt. Auch Helg der keinen Hehl daraus macht, dass er auch sonst die Eigenständigkeit der Gemeinde befürwortet, sieht das so: «Mit der Professionalität die wir vom EW Romanshorn kaufen sind wir überlebensfähig. Unser oberstes Ziel ist die Aufrechterhaltung der Genossenschaft als selbständige Organisation unter Einhaltung der vorgeschriebenen gesetzlichen Auflagen und des Leistungsauftrags einer korrekten Stromversorgung.»

Jakob Küng, Vizepräsident des EW Romanshorn, bestätigte die gute Zusammenarbeit mit einem Geburtstagsgeschenk von 2000 Franken.

Wo wird der Strom produziert?

Energiesparen ist heute wieder ein Thema, mehr aus Umweltschutzgründen. Martin Studerus, Vertrieb Energie AG beim EKT, erklärte auf eine Frage aus dem Publikum, was mit dem Angebot Naturstrom Thurgau gemeint sei, nämlich im Kanton selber produzierter Strom aus erneuerbaren Energien zum Beispiel aus Thur-Wasserkraftwerken, Photovoltaik- und Biogasanlagen. Damit könne höchstens ein Fünftel der benötigten Energie hergestellt werden. Kunden können heute selber wählen, ob sie Naturstrom kaufen und dafür mehr bezahlen wollen oder herkömmlich hergestellten Strom. Helg meinte, ihn beschäftige nicht nur die Frage, wie der Strom produziert werde, sondern auch wie viel Strom, den wir verbrauchen, im Ausland produziert werde.