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SCHÖNHOLZERSWILEN: Durch die Negev-Wüste bis ans Rote Meer

Hansruedi und Elsi Nater-Mock aus Rohren bei Hagenbuch berichteten beim 60Plus-Treffen im Kirchgemeindesaal von ihrer zweiwöchigen Rundreise durch das Heilige Land.

Das Interesse am Reisebericht des seit fast 50 Jahren verheirateten Ehepaars Nater-Mock am Freitagnachmittag war sehr gross. «Wenn Personen aus unserer eigenen Gemeinde das Programm gestalten, kommen am meisten Besucher», sagte der evangelische Pfarrer Johannes Hug kurz vor zwei Uhr am Freitag, als sich immer noch mehr interessierte Besucher in den Kirchgemeindesaal in Schönholzerswilen drängten. Schliesslich sassen rekordverdächtige 40 Personen im vorsorglich heimelig gut geheizten Saal.

Für das Schönholzerswiler Ehepaar, den 75-jährigen Landwirt Hansruedi Nater und seine 74-jährige Ehefrau Elsi Nater-Mock war es, wie sie sagten, nicht der erste Besuch des Heiligen Landes. Denn bereits vor 27 Jahren statteten sie Israel, das in diesem Jahr den 70. Geburtstag feiert, und mit 22380 Quadratkilometern nur halb so gross wie die Schweiz ist, einen ersten Besuch ab. «In dieser langen Zeitspanne ist in uns der Wunsch gewachsen, das Land, wo sich unsere christlichen Wurzeln befinden, nochmals zu besuchen», sagte Elsi Nater zu Beginn ihres zweistündigen und abwechslungsreichen Reiseberichts zum aufmerksam zuhörenden Publikum. Mittels eindrücklicher Fotos und einer grossen informativen Landkarte schilderten sie ihre Erlebnisse auf ihrer zwölf Tage dauernden, eindrücklichen Rundreise im Reisecar durch das Heilige Land. Dort leben sechs Millionen Juden mit fast zwei Millionen Arabern zusammen und tragen ihre jahrzehntelangen Konflikte miteinander aus. Vom Nahostkonflikt in diesem religiösen Schmelztigel, der seit der Staatsgründung im Jahre 1948 andauert, hätten sie aber während ihrer Reise praktisch nichts bemerkt.

Christliche Gedenkstätten waren sehr eindrücklich

So durchquerten sie mit dem Car auf ihrer Rundreise von Tel Aviv nach Eilat ans Rote Meer ganz im Süden die 12000 Quadratkilometer grosse Negev Wüste, in der etwa 600000 Menschen leben, und besuchten die 200000 Einwohner zählende Wüstenstadt Be’er Scheva. Sie besichtigten Industrie- und Landwirtschaftsbetriebe, auf denen vor allem Gemüse angebaut wird, und Salzgewinnungsstätten am Toten Meer und übernachteten in Hotel-Kibbuz. «Eindrücklich waren auch die christlichen Gedenkstätten wie die Klagemauer, die al-Aqsa-Moschee und der Felsendom in Jerusalem. Im Norden auf den Golanhöhen und am See Genezareth in Galiläa haben wir sogar Schafe und Kühe wie bei uns in der Schweiz angetroffen», erzählten die beiden.

Zuhörer erhalten eine Dattel zum Naschen

Als kleine kulinarische Erinnerung an die israelische Landwirtschaft haben Hansruedi und Elsi Nater einen Korb voll einheimischer süsser Datteln an die Besucher und Besucherinnen verteilt. Für ihren interessanten Vortrag erhielten sie den verdienten Applaus. Und von Pfarrer Johannes Hug ein kleines Präsent, bevor der Nachmittag beim gemütlichen Zusammensitzen bei Kuchen und Kaffee ausklang.

Rudolf Steiner

weinfelden

@thurgauerzeitung.ch

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