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SCHÖNHOLZERSWILEN: Dernière für Markus Bartholdi

Zum letzen Mal führte der Sekundarlehrer mit den Schülern der dritten Sekundarklasse ein Theaterstück auf.
Clinch unter starken Frauen: Die Hexe (Fabienne Müller) wird von Mephista (Flavia Scherrer) bedroht. (Bild: Monika Wick)

Clinch unter starken Frauen: Die Hexe (Fabienne Müller) wird von Mephista (Flavia Scherrer) bedroht. (Bild: Monika Wick)

Zum Schluss gab es einen Klassiker. Johann Wolfgang von Goethe ist schon fast 200 Jahre lang tot, seine Werke hingegen sind unsterblich. Für ihre traditionelle Theateraufführung wählten die Drittklässler «Faust», das bekannteste Stück des deutschen Dichters – wenn auch in einer ganz eigenen Variante.

Den Schülerinnen und Schülern gelang es an den Aufführungen am Mittwoch- und Donnerstagabend, das Stück mit jugendlichem Slang und aktuellen Themen in die Gegenwart zu transportieren. Mit grosser Leidenschaft erzählten sie die Geschichte von Christina, der einsamen Streberin, Benni, dem Fussabtreter der Klassenschönheit, und Joe, dem verpeilten Chiller aus der letzten Reihe. Aufgrund einer Wette, die Mephista und Mephisto mit Gott abgeschlossen hatten, erhielten sie die drei teuflischen Fähigkeiten, die ihnen plötzlich Macht, Ansehen und Bewunderung verschafften.

Schulprojekt während fast zweier Monate

Bereits Anfang des Jahres begannen die Klassen mit dem Bühnenbau, dem Lernen der Texte, dem Feilen an Bewegungsabläufen und dem Auswählen der passenden Garderobe. Das Ergebnis stiess beim Publikum in der Aula der Sekundarschule auf grosse Begeisterung. Immer wieder spendete es Applaus.

Die Theateraufführungen der Sekundarschule Schönholzerswilen haben eine langjährige Tradition. Wie lange genau vermag nicht einmal Klassenlehrer Markus Bartholdi zu sagen, der in diesem Jahr mit seinem Kollegen Markus von Wyl Regie führte. «Christian Müller war damals in der Theatergruppe dabei. Heute sitzt er im Publikum und sieht seine Tochter Fabienne in der Rolle der Hexe», erklärte Markus Bartholdi. «Ja, das stimmt. Ich habe damals eine Frau gespielt», erinnert sich Christian Müller. Mit «Faust» geht die Theater-Ära von Markus Bartholdi zu Ende, da er ab dem neuen Schuljahr keine eigene Klasse mehr hat. «Ich empfinde eine leichte Wehmut, aber fehlen wird es mir nicht.»

Monika Wick

weinfelden

@thurgauerzeitung.ch

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