Schöner Empfang für die Gäste

MANNENBACH. Angedacht ist die Neugestaltung des Landungssteg-Vorplatzes in Mannenbach schon länger. Mit der Vorprüfung beim Kanton rückt sie einen Schritt näher. Roland Nothhelfer hofft, dass man das Projekt nächsten Winter umsetzen kann.

Nicole D'orazio
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Roland Nothhelfer, Gemeindepräsident von Salenstein, geniesst den Ausblick vom Landungssteg in Mannenbach. (Bild: Donato Caspari)

Roland Nothhelfer, Gemeindepräsident von Salenstein, geniesst den Ausblick vom Landungssteg in Mannenbach. (Bild: Donato Caspari)

Der Schnee auf dem Landungssteg in Mannenbach ist noch frisch, die Kormorane geniessen mit ausgestreckten Flügeln die Sonne. «So ruhig ist es hier nur im Winter», sagt Roland Nothhelfer, Gemeindepräsident von Salenstein. «Wenn die Schiffe fahren, haben wir regen Betrieb. Viele steigen hier aus, vor allem wegen des Napoleonmuseums.» Der Steg wurde Ende der 1960er-Jahre gebaut. Nun sei es Zeit, wieder einmal etwas daran zu machen. «Das ist schon seit ein paar Jahren ein Thema», sagt Nothhelfer. «Das ist etwa der vierte Anlauf.»

An der Budgetversammlung im Februar 2015 haben die Stimmbürger den Kredit von 440 000 Franken genehmigt. 300 000 Franken davon hatte man zuvor nach einem Gewinn in der Rechnung 2013 zurückgestellt. Das Projekt ist nun ausgearbeitet worden und liegt zur Vorprüfung beim Kanton. «Wir haben die Anlieger und andere Interessengruppen früh in die Planung eingebunden.» Er hoffe, dass so alles durchkomme.

Neues WC-Häuschen

Der Vorplatz des Stegs wird neu gestaltet. «Wir werten den ganzen Platz mit schönen Grünflächen, Sitzbänken und einer neuen LED-Beleuchtung auf.» Auch werde man eine Sandsteinplastik, die als Legat an die Gemeinde vermacht wurde, plazieren. Sie passe gut ans Wasser. «Zudem wird ein behindertengerechtes Toiletten-Häuschen erstellt», sagt Nothhelfer. «Das wurde von verschiedenen Seiten angeregt.» Nicht nur von den Schiffspassagieren, sondern auch von Badegästen. Einen Kiosk werde es hingegen nicht geben. Es gebe in der Nähe Restaurants und Cafés.

Sechs Parkfelder sind auf dem Vorplatz vorgesehen. «Bewirtschaftet werden diese vorerst noch nicht», sagt der Salensteiner Gemeindepräsident. «Wir arbeiten derzeit allerdings an einem Konzept für Tempo-30-Zonen. Gut möglich, dass wir damit auch die Bewirtschaftung von Parkfeldern regeln.» Im Frühjahr werde es eine Informationsversammlung zum Konzept geben, kündigt Nothhelfer an.

Mehr Raum für Segelboote

Zum Projekt gehört auch die Renaturierung des Ufers. Der Schlipf wird nach rechts verschoben, damit Segelschiffe einfacher ein- und ausgewassert werden können. Die technischen Leitungen im Vorplatz werden zudem saniert und bis zum Anfang des Steges gezogen, damit ein Ausbau später möglich wäre. «Am Steg selber wird aber nichts Grosses gemacht», sagt Nothhelfer. «Das Geländer erhält einen Anstrich.»

Nicht mehr klettern

Für Gäste, die mit ihren eigenen Booten anreisen, gibt es allerdings eine praktische Neuerung: «Auf der Ostseite des Stegs wird etwa nach gut 50 Metern ein Besuchersteg angebracht.» Bisher müssten Bootsbesitzer auf den Steg hinauf klettern, was je nach Wasserstand sehr mühsam sei, meint Nothhelfer. «Zudem kann die Seepolizei den Steg zur Abnahme von Schiffen nutzen.»

Im laufenden Jahr wird man das Projekt kaum mehr umsetzen können, glaubt er. «Im nächsten Winter soll dann auf die Sommersaison hin alles bereit sein. Hoffentlich.»

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