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SCHÖNENBERG: Die Ampeln stehen jetzt wieder auf Grün

Die Mitglieder von «Arbeitgeber Mittelthurgau» können nach Einschätzung ihres Präsidenten Dominik Hasler zuversichtlich in die Zukunft blicken. Der Vereinigung gehören 144 Firmen mit insgesamt 7200 Arbeitsplätzen an.
Dominik Hasler, Präsident von «Arbeitgeber Mittelthurgau». (Bild: Christof Lampart)

Dominik Hasler, Präsident von «Arbeitgeber Mittelthurgau». (Bild: Christof Lampart)

Nach zwei schweren Jahren, erklärte Dominik Hasler (Wein- felden) an der Generalversammlung der «Arbeitgeber Mittelthurgau», die am Montagabend im «Klein Rigi» abgehalten wurde, sehe es wirtschaftspolitisch jetzt wieder besser aus. Die äusseren Rahmenbedingungen hätten sich sukzessive gebessert, da der Eurokurs wieder konstant auf über 1.10 Franken steht, viele notleidende europäische Länder seien saniert worden, und auch das Vertrauen in die Wirtschaft sei generell wieder vorhanden.

Zugleich habe die hiesige Wirtschaft es in den Krisenjahren verstanden, effizienter und kostensparender zu werden. Dies alles zusammen ergebe aktuell eine sehr gute Ausgangslage. Er könne dies gut beurteilen, erlaube ihm doch seine Arbeit als Transportunternehmer einen Blick auf die Geschäfte von rund 400 Kunden in den unterschiedlichsten Branchen, erklärte Hasler. Er kam deshalb zum Schluss: «Die Ampeln stehen auf grün, was für uns bedeutet, dass wir als Arbeitgeber nun Vollgas geben müssen, um unsere Unternehmen voranzutreiben. Wenn nicht jetzt, wann dann?», fragte der Präsident rhetorisch in die Runde.

Es gelte nun, das positive Momentum auszunutzen – und zwar völlig unabhängig von weltwirtschaftspolitischen Spannungen, einer etwaigen neuen Flüchtlingswelle oder einem immer akuter werdenden Fachkräftemangel. Damit diese gute Ausgangslage nicht durch inländisches Selbstverschulden wieder abgewürgt wird, gelte es, politische Massnahmen zu treffen, damit die geleisteten Arbeitsstunden nicht weiter steuerlich und durch zusätzliche administrative Arbeiten belastet werden.

Höheres Rentenalter soll AHV sichern

Gesellschaftspolitisch wichtig ist laut Hasler auch, dass die Politik bei der AHV-Reform endlich Nägel mit Köpfen macht. Das Problem der sich immer schneller leerenden AHV-Kasse könne nur durch die Anhebung des Rentenalters für Männer und Frauen behoben werden. Dass der Vorschlag der Industrie- und Handelskammer (IHK) Thurgau, der einen stufenweisen Anstieg des Männer- und Frauenrentenalters vorsieht, bei der Politik in Bern auf taube Ohren stösst, sei unverständlich, verschaffte Hasler seinem Unmut Luft.

Bei einer Umsetzung des IHK-Vorschlags sollte das Rentenalter ab 2021 für beide Geschlechter schrittweise erhöht werden: bei den Frauen um zwei Monate, bei den Männern um einen Monat jährlich. So würde das Rentenalter 65 bei den Frauen 2026 erreicht. Und 2032 würde dann das Rentenalter von Mann und Frau einheitlich 66 Jahre betragen. «Der Souverän war, was AHV-Vorlagen betraf, in den letzten Jahren sehr rational. Wir hätten also beim Volk sicherlich gute Chancen mit diesem An- liegen – vorausgesetzt, wir können den Stimmbürgern plausibel die Notwendigkeit erklären», führte der Präsident aus.

Die Erfolgsrechnung 2017 schloss mit einem Gewinn von 7200 Franken, womit das Vereinsvermögen auf 113600 Franken angestiegen ist. Die Rechnung wurde ebenso einstimmig von den Mitgliedern genehmigt wie auch das Budget 2018, das von einem Gewinn in Höhe von 1300 Franken ausgeht.

Christof Lampart

bischofszell

@thurgauerzeitung.ch

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