Schöne Melodien zum Start

SOMMERI. Auftakt in das neue Jahr mit dem Musikverein Sommeri: Am Wochenende boten die Musikanten in der vollbesetzten Mehrzweckhalle ein abwechslungsreiches Programm inklusive Theater.

Barbara Hettich
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Marco Kirchmeier am Euphonium und Manuela Nater am Solo Cornet spielen gefühlvoll die Solopassagen im «Vivo per lei». (Bild: Barbara Hettich)

Marco Kirchmeier am Euphonium und Manuela Nater am Solo Cornet spielen gefühlvoll die Solopassagen im «Vivo per lei». (Bild: Barbara Hettich)

Mit der Festmusik der Stadt Wien eröffnete der Musikverein Sommeri die Musikunterhaltung 2015. Roman Frischknecht führte mit viel Witz durch das Konzertprogramm, befragte das Publikum zu den Vorsätzen fürs neue Jahr. «Dass mich mein Mann mehr verwöhnt», meinte eine Besucherin.

Beim anschliessenden Auftritt der Musikanten aus Sommeri kam sie schon einmal auf ihre Kosten. Diese verwöhnten ihr Publikum mit schönen und bekannten Melodien und hingebungsvollem Spiel. Die musikalische Leitung hatte Peter Simbürger.

Von Bocelli bis zu Elvis

Einer der Höhepunkte des Abends war zweifellos der Hit von Andrea Bocelli «Vivo per lei», den die Solisten Manuela Nater am Solo Cornet und Marco Kirchmeier am Euphonium gefühlvoll interpretierten.

Für Abwechslung war gesorgt, zur Feuerfest-Polka bearbeitete Percussionist Matthias Diethelm einen Amboss und Andreas Hug, Es-Cornet, meisterte mit Bravour die anspruchsvollen Solopassagen im «Live and Let Die» von Paul McCartney.

Musik von Joe Cocker, Queen, Elvis Presley, Michael Jackson bis zum Radetzkymarsch begeisterten das Publikum in der vollbesetzten Mehrzweckhalle.

Rücktritt einer Legende

Aber auch die fünf Jungbläser unter der Leitung von Jozsef Luczek ernteten mit rockigen Tönen viel Applaus. «Born to be wild» von Steppenwolf passe perfekt zu ihnen, erklärte eine der beiden jungen Ansagerinnen.

Nach 50 Jahren Engagement im Musikverein Sommeri hat Posaunist Guido Rechsteiner seinen Austritt gegeben. Registerkollegin Madeleine Nater würdigte seinen Einsatz für den Verein, und Präsidentin Raphaela Hug dankte ihm im Namen aller Musikanten. Für den MV Sommeri sei Guido Rechsteiner eine wahre Legende, meinte Roman Frischknecht.

Diamanten im Socken

Das anschliessende Theaterstück sorgte für weitere Unterhaltung. Im Lustspiel «Diamante und Bettsocke» flüchtet sich ein Juwelendieb (Christian Seger) vor dem Polizeikommissar (Matthias Diethelm) in ein Altersheim, trifft dort auf einen netten Heimleiter (Christof Nater) und eine resolute Schwester (Iris Lieberherr) und macht Bekanntschaft mit den Heimbewohnern (Thomas Gsell, Katja Nobs und Margrit Rechsteiner).

Die gestohlenen Diamanten finden ihren Weg vom Bettsocken bis in eine Handtasche.