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SCHOCHERSWIL: Bäume in Schocherswil und Hefenhofen gefällt

Seit 1902 stand der grosse Nussbaum an der Buchackernstrasse, am Mittwoch musste er weichen –aus Sicherheitsgründen. Auch in Hefenhofen gab diese Woche eine Baumfällaktion zu reden. Dort sollen jedoch Arbeitsplätze entstehen.
Arbeiter schneiden den prächtigen Nussbaum in Schocherswil zurück.

Arbeiter schneiden den prächtigen Nussbaum in Schocherswil zurück.

«Mit der Zeit werde ich mich daran gewöhnen», sagt Heinz Opprecht und schaut wehmütig den beiden Arbeitern zu, die Ast für Ast seinem einst stolzen Nussbaum zu Leibe rücken. 20 Meter hoch war er. «Eine Ikone», wie der Schocherswiler meint. Leicht fiel Heinz Opprecht der Entscheid nicht –im Gegenteil. «Ich hing sehr an diesem Baum», sagt er, und seine Stimme zittert wahrscheinlich nicht nur wegen der frostigen Temperaturen an diesem Donnerstagmorgen. «Er sah schön aus und war der einzig verbliebene Baum, als ich hier 1988 mein Haus gebaut habe.»

Schon damals habe er entdeckt, dass einzelne Äste morsch gewesen seien und er habe immer schon ein wenig ein schlechtes Gefühl gehabt. Als vor drei Jahren auf dem Nachbargrundstück gebaut wurde, liess er den Förster kommen. Nach einem ersten Augenschein war dieser der Meinung, dass vom Baum keine Gefahr ausgehen sollte.

Beim letzten Sturm habe er aber nicht unweit seines Hauses einen ähnlich grossen Nussbaum am Boden gesehen. «Die Äste lagen weit verstreut», erinnert sich Opprecht. Deshalb habe er den Baumexperten Ruedi Frieden bestellt, damit dieser den Zustand seines Baumes beurteilen könne. Wenn man sicher sein wolle, müsse man den Baum fällen, lautete das Verdikt des Fachmannes. Und weil die Nachbarn Kinder hätten, habe er nicht mehr verantworten können, den Baum stehen zu lassen und das Risiko einzugehen, dass noch jemand zu Schaden kommt. Oft sei er gefragt worden, ob das wirklich sein müsse. «Leider ja», sagt Heinz Opprecht, der die Aktion deshalb auch in den sozialen Medien publik machte und erklärte.

Erweiterungsbau soll geplant sein

Wenige Tage zuvor sorgte eine andere Baumfällaktion für Unmut in den sozialen Medien. An der Romanshornerstrasse, unmittelbar nach der Bahnunterführung rechts, wurde ein Areal gerodet, auf dem zahlreiche Büsche und Bäume standen. Die über 6000 Quadratmeter grosse Parzelle mit dem Flurnamen Stoggerüüti gehört der benachbarten Burkolter AG und liegt gerade noch auf Hefenhofer Boden. Die Firma soll dort einen Erweiterungsbau planen, hat ein Anwohner von Arbeitern erfahren.

Manuel Nagel

manuel.nagel@thurgauerzeitung.ch

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