Schnitt-Knoblauch gegen Maierisli tauschen

Überzählige Pflanzen bringen und mitnehmen, was im Garten fehlt: Das ermöglicht das Gartehag-Team.

Brenda Zuckschwerdt
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Freude am Gärtnern: Besucherin Rosmarie Ornik sowie Cornelia Haag und Doris Guhl vom Gartehag-Team. (Bild: Brenda Zuckschwerdt)

Freude am Gärtnern: Besucherin Rosmarie Ornik sowie Cornelia Haag und Doris Guhl vom Gartehag-Team. (Bild: Brenda Zuckschwerdt)

BUSSNANG. «Und was ist das?» Rosmarie Ornik hebt eine Pflanze hoch. «Das ist eine alte Sorte Brombeere, die Ausläufer bildet», sagt Doris Guhl. «Dann ist das nichts für mich», antwortet Rosmarie Ornik. Ihr Garten sei zu klein. Sie schaut sich um zwischen Melisse und Schnitt-Knoblauch, Frauenmänteli und rotem Günsel. Eine weitere Frau erscheint beim Schulhaus, bringt Maierisli, Hibiskus und stinkende Nieswurz. «Die stinkt aber nicht», beteuert sie und schaut, was sie im leeren Karton wieder mitnehmen könnte.

«Die meisten Leute suchen nichts Bestimmtes», sagt Doris Guhl, die an diesem Samstag mit Cornelia Haag auf Interessenten wartet. Manche kommen extra der Pflanzen wegen, viele werfen einen Blick darauf, wenn sie von der Kinderkleiderbörse kommen.

Doris Guhl und Cornelia Haag gehören zum achtköpfigen Gartehag-Team, das sich für Umweltprojekte einsetzt. Alle haben Freude am naturnahen Gärtnern, möglichst ohne Kunstdünger und mit vielen einheimischen Pflanzen. Seit dreizehn Jahren besteht das Team, 2006 erhielt es für seine Arbeit den «grünen Zweig», einen Ostschweizer Umweltpreis.

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