Schmissige Blasmusik

Der Egnacher Blaskapellen-Sonntag hat nichts von seiner Anziehungskraft eingebüsst. Gegen 400 Besucher beklatschten zuletzt die Konzerte mit böhmischen Weisen.

Rudolf Käser
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Standen nur einmal auf der Bühne: Die gastgebenden Egnacher Musikanten. (Bild: Rudolf Käser)

Standen nur einmal auf der Bühne: Die gastgebenden Egnacher Musikanten. (Bild: Rudolf Käser)

EGNACH. Angetreten waren am letzten Sonntag die beiden Gastformationen Freudenberger Blaskapelle und Habsburg Musikanten – beide aus dem Kanton Aargau. Sie gaben in der Mehrzweckhalle Rietzelg jeweils zweimal eine Kostprobe ihres Könnens.

Die gastgebenden Egnacher Musikanten beschränkten sich auf einen einzigen Auftritt. Ihr Engagement hinter der Kulisse, insbesondere in der Küche, zwang sie zur musikalischen Zurückhaltung.

Dreimal «Auf der Vogelwiese»

Allerdings hielten sich die Egnacher bei ihrem Auftritt nicht zurück, was die musikalische Qualität anbelangt. Unter der Leitung von Felix Dörflinger erwiesen sie sich als gewohnt schmissige und stimmungsvolle Blasmusikformation.

Mit der Freudenberger Blaskapelle gastierte eine Formation in Egnach, die vor einigen Jahren schon einmal Gast am Blaskapellen-Sonntag war. Auch sie hatte vor allem böhmische Weisen im Repertoire, die sie alle sauber vortrug.

Die Habsburger Musikanten sind bekannt durch Auftritte in Radio, Fernsehen und an zahlreichen Wettbewerben. Die Aargauer zeigten am letzten Sonntag, weshalb sie so gefragt sind: Ihr Auftritt war ein Genuss. Alle drei Kapellen gaben neben vielen anderen bekannten Stücken den aktuellen Hit «Auf der Vogelwiese» zum besten.

Trotz am Sonntag anfänglich schönem Wetter erschienen erstaunlich viele Besucher, was den Präsidenten der Egnacher Musikanten, Ueli Schneider, besonders freute. Er selbst glänzte auf der Bühne mit seinem in den vergangenen Jahren schon oft vorzüglich gespielten Solo auf der Es-Klarinette.

Konzept stimmt und bleibt

Der gute Besuch beweise, dass das Konzept des Blaskapellen-Sonntags stimme. «Wir haben derzeit kaum Veranlassung, etwas zu verändern», sagte Schneider. Und erfreulich sei, dass die Kapellen weiterhin um Auftritte anfragen würden. Das sei in diesem Jahr selbst mit den erfolgsverwöhnten Habsburger Musikanten der Fall gewesen.

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