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Schlechtes Timing

Kommentar

Die Stadt will mit einer Kunstinstallation Touristen nach Romanshorn locken. Die Idee ist an sich gut, der Zeitpunkt aber denkbar schlecht. Das Problem ist - wie immer im Moment - das Geld. Romanshorn muss sparen. Der Stadtrat nutzt jede noch so kleine Gelegenheit, um den Finanzhaushalt ins Gleichgewicht zu bringen. Vor Weihnachten liess er im Löffelpark den fast 150 Jahren alten Brunnen abtransportieren und machte aus einem Grünraum eine kahle braune Fläche, was die Rechnung der Stadt jährlich um ein paar Tausend Franken entlastet. Der Protest liess nicht lange auf sich warten.

Und dieser Protest wird jetzt noch lauter werden. Zu Recht. Es geht natürlich nicht an, dass die Stadt in einem Quartier ein kleines Naherholungsgebiet zerstört und gleichzeitig am Hafen Durchreisenden eine neue Attraktion bietet. Um den Schaden in Grenzen zu halten, gibt es nur eines: Die Stadt bringt – wie von Anwohnern und anderen verlangt – den Brunnen zurück, begrünt die Anlage, entschuldigt sich und finanziert dazu ein kleines Dorffest. Andernfalls läuft der Schiffscontainer der Reizfigur Mocmoc möglicherweise schnell den Rang als meist gehasstes Objekt in der Stadt ab.

Markus Schoch

markus.schoch@thurgauerzeitung.ch

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