Scheune wird zum Werkhof

BUSSNANG. Bussnang braucht mehr Platz für Maschinen und Geräte des Werkhofs. Der Bau einer Garage wurde allerdings gestoppt. Eine Scheune soll dafür zum Werkhof und Feuerwehrdepot umgenutzt werden.

Markus Zahnd
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Neues Projekt: Gemeinde Bussnang will diese Liegenschaft an der Viaduktstrasse kaufen und umnutzen. (Bild: Nana do Carmo)

Neues Projekt: Gemeinde Bussnang will diese Liegenschaft an der Viaduktstrasse kaufen und umnutzen. (Bild: Nana do Carmo)

Schon lange hätte in Bussnang mit dem Bau eines Garagengebäudes für Fahrzeuge und Material des Werkhofs begonnen werden sollen. Doch kurz vor Baubeginn hat der Gemeinderat das Projekt, für das die Stimmbürgerinnen und Stimmbürger im November einen Kredit von 407 000 Franken bewilligt haben, gestoppt. «Wir haben erfahren, dass das Alterszentrum die Scheune des ehemaligen Landwirtschaftsbetriebs verkaufen will», erklärt Gemeindeammann Ruedi Zbinden das Vorgehen.

Nun will die Gemeinde diese Liegenschaft kaufen und die Scheune umnutzen, sofern der Kredit von 330 000 Franken an der Gemeindeversammlung vom 14. Juni genehmigt wird.

Kosten sind höher

Der Gemeinderat hat Grosses vor. In der Scheune sollen nicht nur die Wischmaschine, Werkzeuge und Gerätschaften Platz haben, es soll ein eigentlicher Werkhof entstehen. Ebenfalls soll auf dem Areal ein Salzsilo aufgestellt werden, um im Winter das Streusalz zu lagern.

Zudem beabsichtigt der Gemeinderat, in der 520 Quadratmeter grossen Scheune auch das Feuerwehrdepot einzurichten. «Fahrzeuge und Material der Feuerwehr sind in Räumen der Firma Stadler eingestellt», erklärt Zbinden. Das sei nicht mehr optimal, da das Unternehmen in den vergangenen Jahren expandierte und das Depot deshalb nicht mehr am Rand des Firmengeländes steht.

Zonenpläne liegen auf

Stadler wird jene Räumlichkeiten wohl zurückkaufen, der Preis wird an der Gemeindeversammlung bekanntgegeben. Auch die Kosten für den Umbau der Scheune will Ruedi Zbinden noch nicht verraten. Wie viel das gesamte Projekt ungefähr kosten wird, werde an der Gemeindeversammlung erläutert. Klar ist allerdings, dass es teurer wird als das erste Projekt. Bereits aufgelegt ist eine Zonenplanänderung. Die Gemeinde hat beim Amt für Raumplanung abgeklärt, ob sich ihre Vorstellungen verwirklichen lassen.

«Die Scheune liegt in der Landwirtschaftszone. Da die fraglichen Parzellen überbaut sind, geht aber keine landwirtschaftliche Nutzfläche verloren», erklärt Zbinden.

Frist bis Ende Mai

Daher hat das Amt die Bewilligung für die Änderung in eine Zone für öffentliche Bauten und Anlagen nun in Aussicht gestellt. Die Einsprachefrist gegen diese Zonenplanänderung läuft bis am 26. Mai. Mit Einsprachen dagegen rechnet Ruedi Zbinden allerdings nicht.

Baubeginn 2012

Und Zbinden ist auch zuversichtlich, dass die Stimmbürgerinnen und Stimmbürger dem Kauf und der Umnutzung der Scheune zustimmen. Dann könnte nämlich spätestens 2012 gebaut werden. Bei einem Nein der Stimmbürger wird das ursprüngliche Projekt wieder aufgenommen.