Scheune wird Begegnungshaus

SULGEN. Die Stimmberechtigten sagten an der Budgetgemeinde Ja zum Begegnungshaus an der Schulstrasse 7 im Sulger Oberdorf. Ausserdem genehmigten sie das Budget mit einem Verlust von 158 500 Franken.

Maya Mussilier
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Die Sulger machen den Weg frei für einen Neubau mit Raum für Spielgruppen, Bibliothek und Vereine. (Bild: Hannelore Bruderer)

Die Sulger machen den Weg frei für einen Neubau mit Raum für Spielgruppen, Bibliothek und Vereine. (Bild: Hannelore Bruderer)

Im Sulger Oberdorf wird Platz frei für neues Leben. Nach einigen kritischen Voten betreffend Kosten und Art des Baus – bemängelt wurden unter anderem das Fehlen eines Liftes sowie fehlende Rollstuhlgängigkeit im Obergeschoss – gab die Versammlung grünes Licht für ein neues Begegnungshaus. 130 der anwesenden 179 (von 2201) Stimmberechtigten genehmigten den Kredit von 1,5 Millionen Franken. Nur gerade 17 Personen waren dagegen.

Ohne Tiefgarage

Mit der Genehmigung des Kredites wird der Weg frei für einen Neubau, welcher im Obergeschoss sowohl die Kinderspiel- wie auch die Chrabbelgruppe und die Mütter- und Väterberatung beherbergen wird. Ebenfalls im Obergeschoss zieht das Murmelhaus ein. Diese Vorkindergartengruppe für fremdsprachige Kinder ist derzeit noch im Schulhaus Auholz beheimatet. Im Erdgeschoss findet die Dorfbibliothek ihre neuen, um 40 Prozent erweiterten Räumlichkeiten. Daneben steht interessierten Vereinen ein Vereinsraum zur Verfügung. Auf den Bau einer Tiefgarage wird aus Kostengründen verzichtet.

Reserveräume noch ungenutzt

Die Nutzung der Reserveräume im Untergeschoss ist noch offen. Gemeinderat Werner Herrmann zeigte sich zuversichtlich, dass auch diese Räume bald ausgelastet sein werden. Bereits mit der vorgesehenen Belegung seien 80 bis 85 Prozent der Verzinsung – ohne Abschreibungen – gedeckt, so Herrmann. In Zusammenhang mit der Realisierung des Begegnungshauses wird in Zusammenarbeit mit der Primarschulgemeinde Sulgen auch eine übergreifende Gestaltung der Schulstrasse und des Pausenplatzes der Primarschule Oberdorf ins Auge gefasst.

Zustimmung fanden auch das Budget 2012 der Politischen Gemeinde, des Wasserwerkes und des Elektrizitätswerkes. Die Versammlung genehmigte den unveränderten Steuerfuss von 50 Prozent und das Budget 2012, welches bei einem Aufwand von 7 468 200 Franken und einem Ertrag von 7 309 700 Franken einen Verlust von 158 500 Franken vorsieht. Die Strompreise werden neu pro Kilowattstunde abgerechnet. Auch hier bewegen sich die Preise im Rahmen der letzten Jahre. Sowohl beim Wasser- als auch beim Elektrizitätswerk sind in der Investitionsrechnung Rückstellungen für den Ausbau der Bädlistrasse vorgesehen. Diese kämen aber nur zum Tragen, wenn sich weitere Firmen dort ansiedeln würden, stellte Gemeindeammann Andreas Opprecht klar.

Sulgen hat einen neuen Bürger

Das Einbürgerungsgesuch von Brahian de Jesus Pena Roque gab zu keinen Diskussionen Anlass. Der 1994 geborene, aus der Dominikanischen Republik stammende junge Mann, der beachtliche sportliche Erfolge in der Leichtathletik aufweisen kann, wurde klar mit 130 Ja- zu 17 Nein-Stimmen ins Sulger Bürgerrecht aufgenommen.

Genehmigt wurden auch die Änderungen des Friedhofreglementes aus dem Jahre 2001. Andreas Opprecht stellte in Aussicht, dass an den nächsten Gemeindeversammlungen weitere Revisionen von Reglementen anstehen würden.

An Sulgen vorbeiwandern

Erfreuliches konnte der Gemeindeammann unter dem Traktandum Mitteilungen berichten. So wurde beim Bau des neuen Werkhofes der Kredit von 2,3 Millionen Franken mit 100 000 Franken Minderkosten deutlich unterschritten. Ebenfalls wird Sulgen ab 2012 zum Etappenort des neuen Mittelthurgau-Schlossweges. Der Wanderweg führt in zwei Tagesetappen von Weinfelden nach Amriswil.