Schaulaufen der schönsten Kühe

Am Samstag fand in Muolen die traditionelle «Drei-Rassen-Viehschau» statt. Dabei wurden die schönsten Tiere prämiert und die Missen erkoren. Eine Attraktion war der Auftritt der 22 Jungzüchter.

Yvonne Aldrovandi-Schläpfer
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Zwei Jungzüchterinnen stellen ihr Kälbchen vor. (Bild: Yvonne Aldrovandi-Schläpfer)

Zwei Jungzüchterinnen stellen ihr Kälbchen vor. (Bild: Yvonne Aldrovandi-Schläpfer)

MUOLEN. Von weit her sind sie zu hören – die Kühe mit ihren Sennschellen und dem vielstimmigen Muh. Festlich gekleidete Bauern, Bäuerinnen und Kinder mit ihren ebenso herausgeputzten Tieren ziehen an diesem Samstagmorgen durchs Dorf. Zahlreiche Zuschauer säumen schon früh die Strassen, um das eindrückliche Spektakel der folkloristischen Auffuhr mitzuerleben. Insgesamt 441 Kühe und Rinder versammeln sich auf der Adler-Wiese, dem Schauplatz der traditionellen Muoler Viehschau, um von den Experten rangiert zu werden.

Schwierige Aufgabe

Sobald das Vieh in Reih und Glied steht, beginnen die fünf Juroren mit der Bewertung. Sie haben keine leichte Aufgabe, die jeweils schönsten Tiere aus den verschiedenen Abteilungen zu bestimmen. Konzentriert wird jede einzelne Kuh begutachtet. «Nebst dem Gesamteindruck des Tieres wird auch das Euter beurteilt», erklärt OK-Präsident Walo Münger. Gewinnerin ist diejenige, die am besten der «Idealkuh» entspricht.

Eine besondere Attraktion ist einmal mehr der Auftritt der 22 Jungzüchterinnen und Jungzüchter. Meist in Versform stellt die Jungmannschaft sich und die mitgebrachten zappeligen Kälbchen vor. Die 7jährige Lena Germann steht mit dem jüngsten Tier auf dem Schauplatz. «Berto ist erst vier Tage alt», erzählt die Zweitklässlerin und ergänzt schmunzelnd, dass Berto eigentlich hätte Berta heissen sollen.

Ein weiterer Höhepunkt der Viehschau ist die Wahl der beiden «Miss Muolen». Das Rennen beim Braunvieh macht «Hanna» von Bruno Manser, Blasenberg. Beim Fleckvieh holt sich «Tamise-108» von Hans Dähler, Bregensdorf, den Titel.

Markt und Schauchilbi

Inzwischen ist auch der «Buuremarkt» zu einem festen Bestandteil der Viehschau geworden. 18 Aussteller bieten ihre Produkte an oder zeigen ihr Handwerk.

Am 51. Schauchilbi-Abend im «Adler»-Saal lassen die Landwirte, Helfer und Besucher den ereignisvollen Tag Revue passieren. «Kultur muss man leben; Kultur kann man nicht kaufen», sagt Walo Münger zufrieden und hofft, dass diese folkloristische Tradition noch lange erhalten bleibt.