SBS nimmt Kurs auf ein Restaurant

ROMANSHORN. Die Schweizerische Bodensee Schifffahrt AG hat gestern mit dem Bau einer Aufenthaltsplattform im Hafen begonnen. Sie wird Teil eines neuen Restaurants, das die Weisse Flotte voraussichtlich im kommenden Sommer eröffnet.

Markus Schoch
Drucken
Stehen vor dem Kran, der die Pfähle aus dem Seegrund ziehen soll: Architekt Andreas Hermann, Unternehmer Roland Gutjahr, SBS-CEO Andrea Ruf, SBS-Verwaltungsratspräsident Hermann Hess und Stadtammann David H. Bon. (Bild: Reto Martin)

Stehen vor dem Kran, der die Pfähle aus dem Seegrund ziehen soll: Architekt Andreas Hermann, Unternehmer Roland Gutjahr, SBS-CEO Andrea Ruf, SBS-Verwaltungsratspräsident Hermann Hess und Stadtammann David H. Bon. (Bild: Reto Martin)

Die Schweizerische Bodensee Schifffahrt (SBS) nimmt auch an Land immer mehr Fahrt auf. Das Unternehmen ist bereits im Catering-Bereich aktiv und will nun voraussichtlich im nächsten Sommer zusätzlich ein Restaurant gleich neben der Schalterhalle eröffnen – und in Eigenregie das ganze Jahr betreiben.

Es soll drinnen 80 und draussen 100 Personen Platz bieten. Der Name ist noch nicht bestimmt. Zielgruppe ist ein breites Publikum aus der ganzen Region.

«Wir haben grossen Respekt vor der Aufgabe, die Neuland für uns ist», sagte gestern Verwaltungsratspräsident Hermann Hess.

Chancen nutzen

Der Schritt habe sich «fast ein bisschen aufgedrängt». Die neue Aufenthaltsplattform im Hafen, mit deren Bau gestern begonnen wurde, biete ganz neue Entwicklungsmöglichkeiten. Die Lage der 1000 Quadratmeter grossen Konstruktion auf dem Wasser mit Blick auf die Hafenanlage sowie die ein-und auslaufenden Boote sei einzigartig, sagte Hess. Bahnhof, Fähre und Kursschiffe seien zudem mit wenigen Schritten erreichbar. «Diese gute Ausgangslage wollen wir nutzen», sagte Hess.

Eine super Sache

Über den Entscheid des SBS-Verwaltungsrates erfreut zeigte sich Romanshorns Stadtammann David H. Bon. «Das ist eine super Sache.» Der Hafen werde so zum Aufenthaltsraum. Und das Restaurant «zum Brückenkopf der Entwicklung» ins dahinterliegende SBB-Gelände. Doch zuerst einmal wird jetzt die Plattform mit den beiden Anlegestegen für die SBS-Schiffe gebaut, die heute entlang der Hafenmauer liegen.

Enger Zeitplan

Der Zeitplan ist eng. Bis zur Eröffnung der Schifffahrtsaison im kommenden April muss alles fertig sein. «Wir haben nicht viel Spatzig», sagte Roland Gutjahr, CEO und Inhaber der Ernst Fischer AG, die 300 Tonnen Stahl für die Plattform verbaut, die auf 34 Pfählen ruht. Insgesamt werden 80 Stück bis zu sieben Meter tief in den Seegrund gerammt.

In einem ersten Schritt müssen die bestehenden Dalben an der Hafenmauer im Bereich des Bauplatzes entfernt werden, was gar nicht so einfach ist. Denn sie stecken ebenfalls tief im Boden. Im ersten Anlauf gestern bewegten sie sich keinen Millimeter, als ein Kran mit einer Zuglast von 20 Tonnen versuchte, sie zu heben. Viel Geduld kann Gutjahr nicht haben. Wenn es weiter nicht gehen sollte, werden die Pfähle einfach abgesägt.

Visualisierung des Innenbereichs des neuen Restaurants. (Bild: pd)

Visualisierung des Innenbereichs des neuen Restaurants. (Bild: pd)

Visualisierung der neuen Aufenthaltsplattform vor dem Restaurant. (Bild: pd)

Visualisierung der neuen Aufenthaltsplattform vor dem Restaurant. (Bild: pd)