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SBB beschenken die neue Stadt

ROMANSHORN. Am Dienstagabend feierte Romanshorn mit Armin Fehr seinen 10 000sten Einwohner und wurde somit zur Stadt. Beschenkt wurde jedoch nicht nur der neue Romanshorner, sondern auch die jüngste Stadt des Kantons, die sich mit den SBB auf eine Nutzung des Güterschuppenareals einigte.
Manuel Nagel
Blick auf das Güterschuppenareal: Die Gemeinde hat auf bis zu zehn Jahre hinaus weitgehend freie Hand zur Nutzung des Geländes. (Bild: Markus Schoch)

Blick auf das Güterschuppenareal: Die Gemeinde hat auf bis zu zehn Jahre hinaus weitgehend freie Hand zur Nutzung des Geländes. (Bild: Markus Schoch)

Kurz vor 19 Uhr hob Gemeindeammann David H. Bon das Weissweinglas, um mit mehreren hundert Romanshornern auf den 10 000sten Einwohner der jüngsten Stadt des Kantons anzustossen. Für Bon war es an diesem Abend jedoch nicht der einzige Grund, die Gläser klingen zu lassen.

Das eigens für die Feier errichtete Festzelt auf dem Güterschuppenareal war sehr gut gefüllt, als David H. Bon ans Mikrophon trat. Es sei wohl das «letzte Dorffest», welches Romanshorn an diesem 24. April feiern könne, meinte Bon mit einem Augenzwinkern, bevor er die Bombe platzen liess.

Pacht für mindestens fünf Jahre

Erst eineinhalb Stunden zuvor hatte die Gemeinde Romanshorn mit den SBB einen Pachtvertrag zur Nutzung des Güterschuppenareals unterzeichnet, «und das zu einem wirklich sehr günstigen Pachtzins», wie Bon versichert.

Der Vertrag läuft über fünf Jahre, und Romanshorn kann danach einseitig eine Option über weitere fünf Jahre ziehen, sollten sich auf dem brachliegenden Gelände keine konkreten Pläne abzeichnen, erklärt Hans-Peter Hartmann, Leiter Fläche der SBB Immobilien Bewirtschaftung, der es sich nicht nehmen liess, mit den Romanshornern auf dem besagten Areal zu feiern und eine Wurst zu essen.

Es sei alles noch sehr frisch, so Bon, weshalb noch keine konkreten Pläne vorhanden seien, wie das Areal genutzt werde. Es sei jedoch ein sehr unkomplizierter Vertrag und die Gemeinde habe grossen Spielraum.

Nutzung noch offen

Fest steht für Bon jedoch, dass die Gemeinde das Gelände nicht selber wirtschaftlich nutzen werde. Bevor entschieden werde, was auf dem Areal passiert, wolle man sowieso die anliegenden Läden und Restaurants sowie die IG Hafen mit einbeziehen. Natürlich seien auch Anregungen aus der Bevölkerung erwünscht.

Diese Saison sei deshalb wohl eher mit spontanen Aktionen zu rechnen, denkt Bon. Schliesslich habe Romanshorn auch Verpflichtungen wie gegenüber dem SlowUp und dem Sommernachtsfest. Er könne sich aber vorstellen, dass zum Beispiel das Nationenfest auf dem Güterschuppenareal stattfinden werde.

Neues Verkehrsregime

Aber auch sonst soll sich im Hafenareal einiges ändern, verspricht Bon den Einwohnern.

Der Gemeinderat sei fest entschlossen, die Auswüchse an der Hafenstrasse nicht länger zu dulden, und plant deshalb ein neues Verkehrsregime. Man werde dazu ein neues Verkehrs- und Bussenreglement ausarbeiten und dann mit Kadetten und Sicherheitskräften verstärkt Präsenz markieren. Bei Verfehlungen werde künftig konsequent durchgegriffen.

Bon hofft, dass auf Pfingsten hin die geplanten Änderungen in Kraft treten. «Diese sind relativ komplex. Wir wollen deshalb keinen Schnellschuss produzieren.»

Gemeindeammann Bon erhebt das Glas auf die neue Stadt. (Bild: Manuel Nagel)

Gemeindeammann Bon erhebt das Glas auf die neue Stadt. (Bild: Manuel Nagel)

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