Sanfte Kur für die katholische Martinskirche

ARBON. Das Innere der Martinskirche zeigt Spuren der Nutzung – eine Renovation soll Abhilfe schaffen. Die Kirchgemeinde bewilligte dafür einen Planungskredit von 50 000 Franken. Der gleiche Betrag fliesst zudem noch zweimal in soziale Engagements.

Hedy Züger
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Die Martinskirche. (Bild: Max Eichenberger)

Die Martinskirche. (Bild: Max Eichenberger)

«Seit 15 Jahren ist eine sanfte Innenrenovation der Martinskirche ein Thema», erinnerte Kirchenpräsident Dominik Diezi die Kirchbürger. Einer Totalrenovation wurde die katholische Kirche letztmals vor 25 Jahren unterzogen. Ablagerungen an den Wänden und feine Risse könnten jetzt noch kostengünstig ausgebessert werden. Ausserdem stehen die unbefriedigende Beleuchtung und unfallträchtige Stufen vom Chor zum Schiff zur Diskussion. Die fehlenden Register an der Orgel sind ein weiterer Mangel und seit langem in der Warteschlaufe.

Diese Argumente überzeugten, die 57 Kirchbürger genehmigten einstimmig einen Planungskredit von 50 000 Franken, der nebst Grundlagen in Bezug auf die Kirche einen Gesamtüberblick über den Zustand aller kirchlichen Liegenschaften erbringen soll. «Das Ziel ist klar», sagte Diezi. «Es geht um die Innen- und Aussenrenovation sowie um die Umgebung.»

Ein tiefer Steuerfuss

Bei einem relativ tiefen Steuerfuss von 18 Prozent budgetiert die Katholische Kirchgemeinde für 2012 ein Defizit von 36 635 Franken. Ein Teil der Grundlagen basiere auf der Rechnung 2010, erklärten Pflegerin Iris Willen-Rüegg und Finanzverwalter Sascha Bigger. Für 2011 ist ein Minderertrag von 96 000 Franken veranschlagt. Dem hielt Vizestadtammann Patrick Hug entgegen, die Stadt habe sich budgetkonform entwickelt. Die Kirchgemeinde, der die Prognose Arbons vorlag, sei etwas gar vorsichtig. Der Zuwachs an Einwohnern halte an. Die Kirchbürger stimmten der Sichtweise ihrer Behörde und dem Budget zu.

6000 Franken für Jugendarbeit

Für kirchliche Jugendarbeit stehen 6000 Franken zur Verfügung. Ein Familienvater hinterfragte die Zusammenhänge: Er regte an, in Zukunft wieder einen Mitarbeiter zu engagieren, der sich speziell für die Jugend einsetzt. Diakon Dominik Meier-Ritz, der Arbon im Sommer 2012 verlässt, verwies auf die Jugendarbeit der Stadt, die gute Angebote habe.

Engagement fürs Alter

Katholisch Arbon engagiert sich in der Genossenschaft Alterssiedlung mit weiteren Anteilen in Höhe von 50 000 Franken, dies als Unterstützung bei den laufenden Sanierungsaufgaben. Der gleiche Betrag wurde dem Regionalen Pflegeheim Sonnhalden für den geplanten Neubau bewilligt, ebenfalls als Erhöhung der Genossenschaftsanteile.

Die Kirchenvorsteherschaft prüft, wo die Zusammenarbeit im Bereich Ökumene verbessert werden kann, eine Kontaktgruppe soll sich sporadisch zur Aussprache treffen.