Salmsachs Traum ist in greifbarer Nähe

SALMSACH. Einkaufen in Romanshorn könnte bald Vergangenheit sein: Heisst die Salmsacher Gemeindeversammlung Ende Monat einen Baukredit gut, hat das Dorf im Jahr 2017 einen Volg. Zu stehen kommen soll er auf dem Schäfli-Areal.

Tanja von Arx
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Martin Haas Gemeindepräsident von Salmsach (Bild: pd)

Martin Haas Gemeindepräsident von Salmsach (Bild: pd)

Salmsach träumt von einem Dorflädeli. Das wird rasch klar, wenn man einen Blick in die Papiere zum Voranschlag 2016 wirft. Dort hat der Gemeinderat im Detail ausgearbeitet, was es noch braucht, um eine Volg-Filiale zu sich in die Seelandschaft zu holen – und das ist gar nicht mehr viel.

150 000 beantragte Franken

«Es geht um 150 000 Franken», sagt Martin Haas, der Gemeindepräsident von Salmsach. «Ganz einfach: Heisst die Bevölkerung den Kredit gut, kommt der Volg. Wenn nicht, dann nicht.» Es handelt sich um Mehrkosten, die beim Bauprojekt auf dem Schäfli-Areal entstehen, wo die Arbeiten bereits in Gang sind. Dort hat die Gemeinde vor, einen zweiteiligen Gebäudekomplex zu bauen – hin zur Strasse Wohnungen und Geschäftsräume, dahinter ein kleines Wohnhaus.

Im vorderen Teil soll nun aber im Erdgeschoss statt Büros und Praxisräume, wie der Gemeinderat den Anwohnern vergangenen November kommunizierte, ein Lebensmittelladen hin.

«Wir haben mehrere Varianten geprüft», sagt Haas. «Schön wäre zum Beispiel auch eine Bäckerei mit einem Café gewesen.» Nach verschiedenen Abklärungen und Anfragen hätten sie den Volg für sich gewinnen können, der bereit ist, 400 000 Franken auf dem Schäfli-Areal zu investieren. Der Betrag deckt hauptsächlich die Ladeneinrichtung etwa mit Kasse und Regalen ab.

Es entstehen aber zusätzliche Kosten, sagt Haas. «Für die Umgestaltung müssen wir den Boden wegen der Mehrbelastung mit Platten und Beton verstärken. Hinzu kommt ein Luftschacht und einiges mehr.» Dafür habe der zuständige Arboner Architekt und Bauherr Eduard Oroshi schon die Pläne entworfen.

Der Salmsacher Gemeinderat beantragt das entsprechende Darlehen an der nächsten Gemeindeversammlung. Sie findet am 30. November statt. «Wir erachten das als eine gute Sache», betont Haas. «Nicht nur für die ältere Bevölkerung, sondern auch für Familien mit Kindern.» Sie müssten nicht Tag für Tag nach Romanshorn zum Einkaufen fahren.

Schnell soll es gehen

Läuft alles planmässig, schlösse der Gemeinderat unmittelbar nach der Versammlung den Mietvertrag ab. Dann könnte der Volg schon am 1. Januar 2017 eröffnen, sagt Martin Haas zuversichtlich.

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