Salmsacher Gemeindebehörde erwägt den geschlossenen Rücktritt

SALMSACH. Laut einer zuverlässigen Quelle dürften morgen Freitag aller Voraussicht nach Gemeindeammann Markus Frei und der Gesamtgemeinderat ihren Rücktritt bekanntgeben. Eine offizielle Bestätigung steht noch aus.

Daniel Walt
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Unruhige Zeiten: Wer hat im Salmsacher Gemeindehaus künftig das Sagen? (Archivbild: Reto Martin)

Unruhige Zeiten: Wer hat im Salmsacher Gemeindehaus künftig das Sagen? (Archivbild: Reto Martin)

Rücktritt von Gemeindeammann Markus Frei sowie des gesamten Gemeinderates: Diese Forderung zur Lösung der Vertrauenskrise in Salmsach war an der ausserordentlichen Gemeindeversammlung vom Montagabend laut geworden. Nun deutet vieles darauf hin, dass es so kommen wird.

Zu Sitzung getroffen

An einer Sitzung am Dienstagabend hätten alle Behördenmitglieder inklusive dem Gemeindeammann bekräftigt, zurückzutreten, bestätigt dem Tagblatt auf Anfrage eine zuverlässige Quelle. Der Kollektivrücktritt soll aber erst morgen Freitag offiziell kommuniziert werden. Somit besteht zumindest theoretisch die Möglichkeit, dass sich ein oder mehrere Behördenmitglieder noch einmal anders entscheiden. Inwieweit auch der für die bereits zurückgetretene Gaby Frick frischgewählte Martin Haas betroffen wäre, ist offen. Gemeindeammann Markus Frei war gestern abend für eine Stellungnahme nicht mehr erreichbar.

Monatelange Querelen

Der Kollektivrücktritt würde den Schlusspunkt unter monatelange Streitereien setzen. Im Frühling hatte Gemeinderat Wilfried Häberlin publik gemacht, dass sich Frei für 2007 zusätzlich zu seinem 40%-Pensum mit Billigung der Mehrheit der Behörde über 1000 Stunden hatte auszahlen lassen. Zudem waren Zweifel laut geworden, ob der Gemeindeammann wirklich so viele Stunden wie angegeben geleistet habe. Die Gemeindeversammlung hatte daraufhin die Einsetzung einer Bürgerkommission beschlossen. Deren Anträge, unter anderem die Rückzahlung von über 27 000 Franken durch den Gemeindeammann, waren am Montag von der Mehrheit der Stimmberechtigten angenommen worden.

Paul Flaig (Bild: dwa)

Paul Flaig (Bild: dwa)

Alfred Wüst (Bild: dwa)

Alfred Wüst (Bild: dwa)

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