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SALMSACH: Staatsanwalt erlässt Strafbefehl

Verschmutzungen in der Aach: Der Verursacher muss sich verantworten. Die Ermittler lasten einem landwirtschaftlichen Betrieb die mehrfache Widerhandlung gegen das Gewässerschutzgesetz an.
Tanja von Arx
Blick ins trübe Wasser: Tausende Fische sind in der Salmsacher Aach wegen Gülle erstickt. (Bild: Mario Testa)

Blick ins trübe Wasser: Tausende Fische sind in der Salmsacher Aach wegen Gülle erstickt. (Bild: Mario Testa)

SALMSACH. Der Verursacher muss haften. Die Staatsanwaltschaft Bischofszell hat das Strafverfahren zur wiederholten Gewässerverschmutzung in der Salmsacher Aach abgeschlossen und am Dienstag einen Strafbefehl erlassen, sagt Mediensprecherin Barbara Reifler auf Anfrage. Die betreffenden Personen hätten sich wegen mehrfacher Widerhandlung gegen das Gewässerschutzgesetz und Widerhandlung gegen das Umweltschutzgesetz zu verantworten.

Der Strafbefehl sei allerdings noch nicht rechtskräftig, sagt Reifler. «Die Parteien haben zehn Tage Zeit, um Einsprache zu machen.» Angaben zu den involvierten Personen gibt die Staatsanwaltschaft aus Gründen des Persönlichkeitsschutzes keine. «Es gilt die Unschuldsvermutung.» Wie Mediensprecher Stefan Haffter Anfang Jahr gegenüber unserer Zeitung sagte, gingen die Verschmutzungen mehrheitlich von einem landwirtschaftlichen Betrieb aus.

Fünf Fälle binnen eines halben Jahres

Die genauen Umstände waren laut Haffter Gegenstand umfangreicher Abklärungen, an denen sich das Amt für Umwelt, Fachunternehmen und die Kantonspolizei beteiligten. Die Strafuntersuchung umfasste fünf Fälle binnen eines halben Jahres. Im August 2015 floss verdünnte Gülle aus einem Schacht knapp ausserhalb besagten Betriebes. Die Aach führte wenig Wasser, so dass die Schmutzfracht kaum verdünnt wurde und Tausende Fische erstickten. Die Gülle raubte ihnen den Sauerstoff.

Im vergangenen Oktober gelangte innert weniger Tage wieder zweimal Gülle ins Gewässer. Das Amt für Umwelt füllte daraufhin in Zusammenarbeit mit der Gemeinde eine Leitung des Landwirtschaftsbetriebs mit Beton, um einen erneuten Vorfall zu verhindern. Man erstellte einen Schacht, von dem aus das Meteorwasser in einen Tank auf dem Betrieb gepumpt wird.

Polizei und Feuerwehr rücken auf Alarm hin aus

Allerdings mussten Polizei und Feuerwehr auf Alarmmeldungen hin im Februar noch zweimal ausrücken, denn der zwanzig Meter lange Schlauch, über den das Wasser auf den Hof gepumpt wird, lag auf einer Wiese. Die Gülle floss über einen Schacht respektive das Entwässerungssystem der Nachbarn ab.

Ob der jüngste Fall Teil der Strafuntersuchung war, bleibt unklar. Gemäss einem Video, das unserer Zeitung zugestellt wurde, soll ein Mann im Juni mit Kompost und Mist verdrecktes Regenwasser in die Aach geleitet haben, der in der Vergangenheit mit Unverständnis auf die Vorfälle reagiert hatte und gar Fische aussetzte, damit sich der Bestand erholt. Die Staatsanwaltschaft äussert sich dazu nicht.

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