SALMSACH: Rikschas sind ein Erfolg

Die Bewohner des «Bodana» in Salmsach beziehungsweise des Regionalen Pflegeheims in Romanshorn geniessen die neuen Freiheiten.

Markus Bösch
Drucken
Teilen
Alice Rieser wird von ihrem Sohn chauffiert. (Bild: Markus Bösch)

Alice Rieser wird von ihrem Sohn chauffiert. (Bild: Markus Bösch)

Markus Bösch

romanshorn@thurgauerzeitung.ch

Sie sind dreirädrig, verfügen über einen Elektromotor, bieten Platz für zwei Personen und werden von sogenannten Piloten gesteuert: Die Bewohnerinnen und Bewohner des «Bodana» in Salmsach und des Romanshorner Pflegeheims sind begeistert von den Rikschas, die ihnen seit einem beziehungsweise zwei Jahren zur Verfügung stehen.

«Vom letzten März bis im Oktober wurden über 50 Fahrten unternommen», sagt Beatrice Bösch vom «Bodana»-Führungsteam. Rund 20 Fahrerinnen und Fahrer – Mitarbeiter, Freiwillige und oft auch Verwandte – seien als Piloten im Einsatz. Mit viel Freude und Engagement. Und nach den gemeinsamen Ausflügen und Unternehmungen hätten diese auch schon Fotos gemacht und den Bewohnern geschenkt. Auch im Regionalen Pflegeheim in Romanshorn wird die Idee von Freiwilligen getragen: Es sind sechs Fahrerinnen und Fahrer, die mithelfen, dass die Bewohnerinnen und Bewohner dank grösserer Bewegungsfreiheit mehr erleben. «Und sie kommen anders zurück, oft mit neuen Erfahrungen», sagen Heimleiterin Susanne Schwizer und Beat Simbürger, der technische Leiter.

Ins «Sunnehüseli» oder in die «Waldschenke»

Das bestätigt auch die 82-jährige Alice Rieser, die das Angebot schon mehrmals genutzt hat: «Ich war im ‹Sunnehüsli› in Kesswil oder auch in der ‹Waldschenke›. Früher bin ich selber gern mit dem Velo unterwegs gewesen, oft am Sonntag. Und heute ist es ganz einfach super, an der frischen Luft zu sein, wenn zum Beispiel mein Sohn mich ausfährt.»

Solche oder ähnliche Geschichten bekommen auch die Verantwortlichen in Salmsach zu hören: Oft ergeben sich spannende Gespräche zwischen den Fahrern und den Bewohnern. Und diese freuen sich, wenn sie bekannte Orte auf diese Art wiedersehen. Schwizer und Bösch sind den Piloten sehr dankbar für ihren Einsatz. Die beiden würden sich aber wünschen, dass sich zusätzliche Frauen und Männer als Fahrer zur Verfügung stellen würden. Zum Beispiel im Rahmen eines Projektes mit älteren Jugendlichen: «Unsere Bewohnerinnen und Bewohner, die gerne eine Fahrt machen würden, sind zahlreich.»

Aktuelle Nachrichten