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SALMSACH: Reise quer durch Europa

Der Musikverein Romanshorn steuerte in seinem gutbesuchten Unterhaltungskonzert mehrere Länder an.
Der Musikverein Romanshorn gibt in der Salmsacher Bergliturnhalle ein Unterhaltungskonzert. (Bild: Markus Bösch)

Der Musikverein Romanshorn gibt in der Salmsacher Bergliturnhalle ein Unterhaltungskonzert. (Bild: Markus Bösch)

Am Samstagabend hiess es Bühne frei für den Musikverein Romanshorn in der Salmsacher Bergliturnhalle. Die zahlreichen Zuhörer begegneten dort bekannten Melodien und Versen. Christoph Sutter führte durch das Programm mit zuweilen unbekannten Wortspielereien wie beispielsweise bei der «Diebischen Elster» von Rossini, die in der Kurzgeschichte des Poeten von der Katze kurzerhand verschlungen wurde.

Sutter wusste bei jeder Komposition etwas Gereimtes einzuflechten. Seine Sprache wurde so zur eigenen, überraschenden Melodie, während Roger Ender den Musikern während des zweistündigen Konzerts einiges abverlangte. Bei «Mazedonia» von Mario Bürki waren sie in rhythmischer Hinsicht gefordert, bei «La Gazza ladra» stachen die Flöten und Klarinetten positiv heraus, und beim spanischen «El Relicario» konnten die Blasmusikfans in südliche Gefilde eintauchen.

Völkerverbindender Charakter der Musik

So wie nach einer Reise Erinnerungen bleiben, gelang dies dem Musikverein mit eingängigen Melodien: Hits wie «Honey, honey» (Abba), «Robin Hood», «Lord of the Dance» und «Hinterm Horizont» (Udo Lindenberg) wurden zum Besten ge- geben, um den landestypischen Charakter quasi in Blasmusik zu übersetzen. Dabei konnten Brücken geschlagen werden zwischen Ländern, die nicht aneinandergrenzen sowie zwischen den Musizierenden und den Zuhörern. Je ein Marsch aus Frankreich und Belgien sowie ein Strauss’scher Walzer bildeten den Abschluss der Europareise, bevor es mit dem Hit «Heimweh» zurück in heimische Ge- filde ging. Ein lang anhaltender Applaus war der Lohn.

Auch mit diesem Unterhaltungskonzert hatte der Musik- verein nicht zuviel versprochen: Einmal episch breit und ausladend, dann wieder mit feinen, solistischen Nuancen und einem präzisen Zusammenspiel wusste er zu gefallen.

Ein Stück weit hat dies wohl auch damit zu tun, dass zahl- reiche Musiker seit Jahrzehnten ihren Teil dazu beitragen: Seit 35 Jahren ist Thomas Stäheli (Kla- rinette) dabei, 30 Jahre sind es für Carolin Baumgartner (Tenor- Saxofon), 20 Jahre für Oliver Hanner (Posaune), je 10 Jahre für Christina Hanner und Andi Hungerbühler (beide Waldhorn).

Markus Bösch

romanshorn@thurgauerzeitung.ch

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