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SALMSACH: Nach brutaler Attacke auf seine Lämmer: Salmsacher Schafhalter wappnet sich für die Osterzeit

In den letzten beiden Jahren hat Richard Neururer während der Osterzeit unter mysteriösen Umständen Lämmer verloren. Nächste Woche soll ihm das nicht noch einmal passieren.
Markus Schoch
Richard Neururer füttert die beiden Muttertiere auf der Weide in der Salmsacher Bucht. (Bild: Markus Schoch)

Richard Neururer füttert die beiden Muttertiere auf der Weide in der Salmsacher Bucht. (Bild: Markus Schoch)

Markus Schoch

markus.schoch@thurgauerzeitung.ch

Richard Neurer lässt sich nicht aus der Ruhe bringen. Auch wenn er allen Grund hätte, nervös zu sein. Ostern steht vor der Tür. Und die Erinnerung an diese Zeit ist für den heute 88-Jährigen keine gute.

Im letzten Jahr fand er in der Karwoche ein junges Schaf tot im Stall in der Salmsacher Bucht. Der Schwanz fehlte. Das Tier überlebte den Blutverlust nicht. Wenige Tage später war plötzlich ein zweites Lamm weg. Bereits im Jahr davor hatte Neururer eines verloren. Ihm war der Kopf abgetrennt worden.

Wie die Tiere ums Leben gekommen beziehungsweise verschwunden waren, ist bis heute ungeklärt. An die Theorie, dass sie Opfer eines Raubtieres geworden sind, will Neururer nicht glauben. Zu vieles passe nicht ins Bild, beispielsweise das Aussehen der Wunden. Für ihn ist klar: Es waren Menschen am Werk. Darauf deuten auch die Aufnahmen einer durch Bewegungssensoren gesteuerten Wildtierkamera hin, die er im letzten Jahr nach dem ersten Vorfall installiert hatte. Auf einem der Bilder sieht man zwei Lämmer und die Lichter eines Autoscheinwerfers im Hintergrund. Kurze Zeit später ist auf den Aufnahmen nur noch eines der beiden Jungtiere zu erkennen. Vom anderen fehlt bis heute jede Spur.

Zwei Muttertiere mit drei Lämmern

Dieses Jahr muss Neururer wieder zittern. Auf der Weide neben dem Bauplatz für die neue Pumptrack-Anlage hat er aktuell zwei Muttertiere mit drei Lämmern stehen. Doch diesmal hat er Sicherheitsvorkehrungen getroffen, damit alle fünf die kritische Osterzeit unversehrt überstehen sollten. Details will er nicht verraten, um unliebsamen Besuchern keinen Wissensvorsprung zu gewähren.

Neururer ist zuversichtlich, dass diesmal nichts passiert. Zumal er auf die Unterstützung der Gemeinde zählen kann. «Wir haben uns abgesprochen», bestätigt Gemeindepräsident Martin Haas.

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