Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Konto per E-Mail erhalten.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

SALMSACH: «Es ist ein Chaos»

Diese Woche ersetzt der Kanton die Lichtsignalanlage bei der «Hirschen»-Kreuzung. Die Folge sind lange Wartezeiten.
Von der Schulstrasse in die Hauptstrasse einzubiegen, braucht mehr Geduld als sonst. (Bild: Andrea Stalder)

Von der Schulstrasse in die Hauptstrasse einzubiegen, braucht mehr Geduld als sonst. (Bild: Andrea Stalder)

Wer von der Kirchstrasse und der Schulstrasse beziehungsweise der Friedrichshafenerstrasse auf die Hauptstrasse einbiegen will, hat seit Montag schlechte Karten. Er muss warten, bis sich eine Lücke im Verkehr auftut – und das kann lange dauern. Unter Umständen sogar sehr lange. «Man kommt fast nicht mehr rein», ärgert sich Beatrice Schild, die im oberen Dorfteil von Salmsach wohnt und aus eigener Erfahrung spricht. «Es ist ein Chaos.» Betroffen seien auch die Fussgänger. Die Hauptstrasse zu überqueren, sei fast unmöglich geworden. «Es gibt zwar einen Zebrastreifen, es hält deswegen aber kein Auto.»

Grund für den Unmut von Schild: Der Kanton wechselt die in die Jahre gekommene Lichtsignalanlage auf der «Hirschen»-Kreuzung aus. Die Arbeiten haben am Montag begonnen. Vorübergehend haben seither die Autos auf der Hauptrasse immer Vorfahrt. Das Problem: Der Verkehr ist relativ dicht. Gemäss Statistik des Tiefbauamtes waren 2017 fast 19000 Fahrzeuge täglich auf der Arbonerstrasse unterwegs.

Unfall eine Frage der Zeit

Schild hätte vom Kanton eine bessere Lösung in der Verkehrsführung erwartet. So sei es nur eine Frage der Zeit, bis ein Unfall passiere. «Warum stellt der Kanton keine provisorische Lichtsignalanlage auf?», fragt sie sich.

Die gebe es nicht für die konkrete Situation, sagt Peter Zollinger vom Tiefbauamt, der das Ressort Verkehrs- und Elektrotechnik leitet. Die verfügbaren Baustellen-Ampeln würden den Verkehr in zwei Richtungen regeln. In der «Hirschen»-Kreuzung kämen vier Strassen zusammen. Extra für die kurzzeitige Umbauphase eine Steuerung mit vier Lichtsignalen zu programmieren, «wäre absolut unverhältnismässig», sagt Zollinger. Aus dem gleichen Grund kämen auch keine Verkehrskadetten zum Einsatz. Den Verkehr umzuleiten, wie sie das in einem ähnlichen Fall vor Jahren in Kreuzlingen gemacht hätten, komme nicht in Frage. «Das ist hier nicht möglich.»

Der Kanton habe sich bei der Planung der Baustelle durchaus etwas überlegt, weist Zollinger die Kritik von Schild zurück. «Wir haben die Arbeiten bewusst in die Ferienzeit gelegt.» Viele Kinder im Dorf müssen auf ihrem Weg in die Schule die Arbonerstrasse überqueren. Das provisorische Verkehrsregime sei auch nur von kurzer Dauer. «Bereits am Donnerstag werden wir die neue Lichtsignalanlage, die eine optimierte Steuerung beinhaltet, in Betrieb nehmen.»

Markus Schoch

markus.schoch

@thurgauerzeitung.ch

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.