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SALMSACH: Ein Haus voller Lügen

Die örtliche Theatergruppe spielte am Mittwochabend in der Mehrzweckhalle Bergli unter der Regie von Debora Amherd die Komödie «Früsch verlügt». Das Ensemble gab bei der Premiere eine perfekte Vorstellung ab.
Romanshorn@thurgauerzeitung.ch
Alle sind entsetzt, doch niemand nimmt es besonders genau mit der Wahrheit. (Bild: Trudi Krieg)

Alle sind entsetzt, doch niemand nimmt es besonders genau mit der Wahrheit. (Bild: Trudi Krieg)

Der Theaterverein Salmsach wagte den Versuch, den Vorhang im Sommer zu öffnen, wenn alle andern Theatergruppen der Umgebung Pause machen. Zur Premiere am Mittwoch kamen rund 100 Besucher.

Altbekannte Theaterleute wie Rita Zaugg als Hausmädchen ­Elvira, Vreni Huber als Freundin Claire, Peter Steigmeier als ihr Mann Clemens und Daniela Krebser als Geschäftskollegin Ursula Moser standen auf der Bühne. Auch neue Gesichter belebten die Szene: Ramona Blatter als gestrenge Prüfungskommissärin und Bruno Weber als Gärtner Peter. Als sein Fanclub war der St. Gallus-Chor Steinebrunn unter den Zuschauern. Auch die Neuen gingen in ihren Rollen auf, und das Zusammenspiel des ganzen Ensembles war perfekt.

Mädchenfreundschaften sind dauerhaft. Claire war schon in der zweiten Klasse die bessere, intelligentere, schönere, und sie heiratete später einen Vorzeigemann. Da wundert es nicht, wenn das Hausmädchen Elvira auf die Idee kommt, Claire in den noblen Gemächern ihrer abwesenden Herrin als Frau Rechtsanwältin zu empfangen und zu beeindrucken. Ein Schwindel zieht den nächsten nach sich. Die Art, wie sich die Rechtsanwältin (Heidi Furrer) als Putzfrau anstellt, löst Lachsalven und spontanen Applaus aus.

Der Funke springt schnell über zum Publikum. Die ganze Familie verstrickt sich immer mehr in Lügen – und das alles nur, um besagter Schulfreundin Eindruck zu machen. Ein Bluff und ein unnötiger dazu, wie sich herausstellt, denn auf der andern Seite wird ebenfalls mit falschen Karten gespielt, um Eindruck zu schinden. Die Masken fallen. Doch mit der Ehrlichkeit ist es auch dann nicht weit. Diesmal geht es um einen Hund. Dabei mögen die Tiere gar keinen Kaviar. Wenn das nicht stimmt, ist es halt auch verlügt.

Trudi Krieg

romanshorn@thurgauerzeitung.ch

Hinweis

Weitere Vorstellungen sind heute Freitag um 20.00 Uhr sowie ­morgen Samstag um 13.30 und 20.00 Uhr. Die Festwirtschaft mit Essen und Getränken öffnet eineinhalb Stunden vor der Aufführung.

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