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SALMSACH: Der Problembach wird sauberer

Das Amt für Umwelt hat Massnahmen eingeleitet, um der Verschmutzung in der Salmsacher Aach entgegenzuwirken. Ganz zufrieden sind aber noch nicht alle.
Ralf Rüthemann
Das Amt für Umwelt hat Massnahmen eingeleitet, um der Verschmutzung in der Salmsacher Aach entgegenzuwirken. Ganz zufrieden sind aber noch nicht alle. (Bild: Reto Martin)

Das Amt für Umwelt hat Massnahmen eingeleitet, um der Verschmutzung in der Salmsacher Aach entgegenzuwirken. Ganz zufrieden sind aber noch nicht alle. (Bild: Reto Martin)

Toni Kappeler und Jost Rüegg warten noch immer auf eine Antwort. Die beiden Grünen Kantonsräte haben im April 2016 eine Leistungsmotion eingereicht. Darin verlangen sie, dass die Salmacher Aach und ihre Zuflüsse in den Jahren 2017 bis 2022 umfassend auf Quellen von Schadstoff-Einträgen untersucht wird und die notwendigen Massnahmen eingeleitet werden. Konkret soll das Einzugsgebiet des Gewässers Teil des Ressourcen-Effizienz-Programms des Bundes werden.

Im Hintergrund hat sich einiges getan. «Einige der angedachten Massnahmen des Thurgauer Ressourcenprojektes werden ab dem 1. Januar 2018 bereits vom Bundesamt für Landwirtschaft als Massnahmen für die ganze Schweiz umgesetzt», sagt Beat Baumgartner, Chef Amt für Umwelt Thurgau. Aktuell laufen beim Bundesamt für Landwirtschaft Abklärungen, ob und wie eine Anpassung des Thurgauer Projektes möglich ist. Im Sommer 2016 hatte der Kanton ein Ressourcenprojekt «Nachhaltiger Obstbau» beantragt.


Kein Geld für die Umsetzung bestehender Gesetze

Jost Rüegg ist erstaunt. «Von dem, was bis jetzt geschehen ist, habe ich nichts erfahren. Aber man muss auch sagen, dass man ohne nachzufragen nicht einfach so informiert wird.» Im Allgemeinen lobt er die Behörden: «Sie machen, was sie können.» Weniger Verständnis zeigt Rüegg für die Haltung, die im Kantonsrat vorherrscht: «Für Projekte wie beispielsweise die BTS/OLS wird eine Unmenge an Geld investiert. Und wenn es um den Vollzug bestehender Gesetze geht, dann wird wiederum gespart.»

Die Salmsacher Aach wurde auf die damalige Verschmutzungsquelle hin untersucht. «Diese wurde gefunden und die notwendigen Sanierungsmassnahmen wurden umgesetzt», sagt Beat Baumgartner. Dieses Jahr habe es eine Nachkontrolle des betroffenen Abschnitts gegeben, welche ergab, dass von der damaligen Verschmutzungsquelle keine Verunreinigungen mehr ausgehen.
Nebst dem Eschelisbach wurde nun auch die Salmsacher Aach in ein Programm 2018-2021 der NAWA (Nationale Beobachtung der Oberflächenwasserqualität) aufgenommen. Mit diesem Programm werden schweizweit rund 50 Bäche und Flüsse auf ihre Belastung durch Pflanzenschutzmittel untersucht. Die Kosten dafür tragen der Bund und die teilnehmenden Kantone jeweils zur Hälfte. Für eine vertiefte Einzugsgebietsuntersuchung wären zusätzliche Gelder nötig. «Es ist vorgesehen, die bei einer Annahme der Leistungsmotion zur Verfügung gestellten Mittel in das vom Landwirtschaftsamt geplante Ressourcen-Effizienz-Programm zu integrieren», sagt Baumgartner. Mit diesem Programm soll der Einsatz von Pflanzenschutzmitteln im Obstbau reduziert werden. «Ich kenne die genauen Massnahmen noch nicht und kann deshalb noch keine konkrete Beurteilung abgeben», sagt Jost Rüegg. «Doch ich habe den Eindruck, dass eher zu wenig verbessert wird. Ich bin skeptisch, dass wir das erreichen, was wir uns vorgestellt haben.»

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