SALENSTEIN: Mehr Zeit für die Kandidatensuche

Die Nachfolge von Roland Nothhelfer wird nicht wie ursprünglich angekündigt im September geregelt. Der Gemeinderat hat den Termin für die Wahl des Gemeindepräsidenten auf den 26. November verschoben.

Martina Eggenberger Lenz
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Martina Eggenberger Lenz

martina.eggenberger@ thurgauerzeitung.ch

Bereits in zwei Wochen hätten die Namen der Kandidaten für das Salensteiner Gemeindepräsidium eingereicht werden müssen. So sah es der alte Zeitplan unter Einhaltung der Fristen vor. Doch seit bekannt ist, dass Giovanni Crupi nicht für die Nachfolge von Roland Nothhelfer kandidiert, ist die Ausgangslage anders und der Gemeinderat hat den Terminplan für die Wahl revidiert. An einer ausserordentlichen Sitzung am Dienstag hat die Exekutive beschlossen, die Wahl auf den 26. November zu verschieben. Der zweite Wahlgang fände am 21. Januar statt. Das verschafft bei der Suche nach der gewünschten Persönlichkeit von aussen Luft. Interessenten haben nun bis Anfang Oktober Zeit, ihre Kandidatur anzumelden.

Der Amtsjüngste übernimmt die Führung

Und noch etwas anderes hat der Gemeinderat gestern bekannt gegeben: Bruno Lorenzato übernimmt nicht nur, wie letzte Woche entschieden und kommuniziert, die Leitung der Sitzungen, er wurde auch zum neuen Vize-Gemeindepräsidenten bestimmt. Der ehemalige Feuerwehr-Kommandant ist das amtsjüngste Mitglied der Behörde. Nach dem sofortigen Rücktritt von Nothhelfer am vergangenen Wochenende bedeutet das, dass Lorenzato interimistisch die Gemeinde führen wird. Der bisherige Vize Giovanni Crupi ist nicht mehr erster Stellvertreter, bleibt aber Mitglied des Rates. Ob er aus eigenen Stücken verzichtet hat oder ob ihm das von den Kollegen, die ihn öffentlich kritisiert hatten, nahe gelegt wurde, ist nicht bekannt. In seiner Mitteilung dankt der Gemeinderat sowohl Crupi wie auch Nothhelfer für die geleistete Arbeit. Die offizielle Verabschiedung des Präsidenten werde an der Budget-Gemeindeversammlung erfolgen.

Bruno Lorenzato erklärt auf Anfrage, dass er die Dossiers von Roland Nothhelfer während der Vakanz des Präsidiums eins zu eins übernehmen werde. Dank der «sehr gut funktionierenden Verwaltung» sei das möglich. Auch mit seinem Arbeitgeber habe er geklärt, dass er zwischenzeitlich ein höheres Pensum im Gemeindehaus übernehmen könne.

Lorenzato schliesst Kandidatur aus

Den Wahltermin habe man verschoben, weil die Ferienzeit potenziellen Kandidaten in die Quere kommen könnte, begründet Lorenzato den neuen Fahrplan. Man wolle möglichen Interessenten die Chance geben, in Ruhe die nötigen Abklärungen treffen zu können, beispielsweise jene, ob das Gemeindepräsidium mit dem Beruf vereinbar wäre.

Er selbst stehe für das Amt nicht zur Verfügung, sagt der Mannenbacher. «Wir suchen eine andere Person. Eine Kandidatur liegt nicht in meinem Interesse.» Nichtsdestotrotz freue es ihn, dass ihm das Gremium das Vertrauen geschenkt habe, in­terimistisch die Gemeinde zu ­leiten.