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SALENSTEIN: Kleineres Pensum für den Chef

Der neue Gemeindepräsident soll nur noch 30 statt 50 Stellenprozent arbeiten. Das hat der Gemeinderat im Hinblick auf die Kandidatensuche beschlossen. Das überparteiliche Wahlkomitee ist alles andere als glücklich.
Martina Eggenberger Lenz

Martina Eggenberger Lenz

martina.eggenberger@ thurgauerzeitung.ch

In den neusten Mitteilungen aus dem Salensteiner Gemeindehaus steht, dass der Gemeinderat das Pensum des Gemeindepräsidenten auf 30 Prozent festgelegt hat. Roland Streit und auch Roland Nothhelfer waren zuletzt zu 50 Prozent angestellt. Auf Anfrage sagt Vizegemeindepräsident Bruno Lorenzato, das Kollegium sei der Meinung, es sei machbar, das Amt auch mit einem 30-Prozent-Pensum auszuüben. Der Versuch gelte bis Ende der Legislatur 2019. Wenn sich zeige, dass die Bewältigung der Arbeit mit diesem Pensum nicht möglich sei, dann könne man dieses wieder aufstocken. Im Gegenzug, dass sich der Gemeindepräsident gemäss erstelltem Anforderungsprofil möglichst auf die strategische Führung beschränken soll, will die Exekutive die Verwaltung stärken. Wie viele Stellenprozente hier konkret geschaffen werden sollen, konnte Lorenzato gestern noch nicht sagen.

Lorenzato erklärt, der Gemeinderat sei der Ansicht, dass es einfacher sei, einen geeigneten Kandidaten für einen 30-Prozent-Job zu finden. Ein Kleinpensum sei besser mit einem Beruf vereinbar. Der Vizegemeindepräsident sagt, er könne sich für die Stelle Auswärtige oder Personen aus dem Dorf vorstellen. Er schliesst sogar nicht aus, dass Mitglieder des Gemeinderates kandidieren könnten. «Da ist ­jeder frei.» Aktuell gebe es aber noch keine Interessenten.

Wahlkomitee stellt Aktivität ein

In der Vergangenheit hatte sich ein überparteiliches Wahlkomitee um die Kandidatensuche bemüht. Die achtköpfige Gruppe hätte sich auch dieses Mal wieder engagiert. Nach einem Gespräch mit dem Gemeinderat unmittelbar nach der neusten Eskalation des Konflikts in der Exekutive habe man aber beschlossen, die Aktivitäten zu stoppen, erklärt Bernhard Friedrich. Man sei mit der Pensenreduktion nicht ­einverstanden. «Wir wollten für ­Salenstein eine aussenstehende Führungskraft mit Format und Erfahrung. So jemanden für 30 Prozent zu finden, ist aus unserer Sicht sehr schwierig.» Die Gruppe hatte nach eigenen Aussagen bereits die Fühler ausgestreckt. Unter den gegebenen Umständen halte man sich jetzt aber aus dem Wahlkampf raus. «Wir haben resigniert.» Allenfalls müsse sich eine neue Gruppe aus der Bevölkerung bilden und sich für die Kandidatensuche engagieren, ein Einwohnerverein oder ähnliches. Friedrich ist überzeugt, dass viele im Dorf gleich unzufrieden sind wie er. Die ganzen Streitereien seien für die Bevölkerung schwierig zu ertragen. Dass amtierende Gemeinderäte öffentlich ein anderes Mitglied des Gremiums diskreditierten, wie dies Markus Irsslinger und Lorenz Stopper getan hätten, das sei schlimm. Er höre immer öfter die Forderung, Salenstein solle mit Ermatingen fusionieren, wenn es die Probleme selbst nicht lösen könne.

Wahlvorschläge

Kandidaturen können bis zum ­ 2. Oktober bei der Gemeindekanzlei eingereicht werden. Die Wahl ist am 26. November.

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