Saft- und andere Läden

Wir sind Mostindien. Und da in der kommenden Zeit die Äpfel förmlich danach lechzen, gepresst zu werden, scheint der eingangs erwähnte Ausdruck passend wie sonst kaum. Da mutiert dann so mancher Bauernhof regelrecht zum Saftladen.

Christoph Sutter
Merken
Drucken
Teilen

Wir sind Mostindien. Und da in der kommenden Zeit die Äpfel förmlich danach lechzen, gepresst zu werden, scheint der eingangs erwähnte Ausdruck passend wie sonst kaum. Da mutiert dann so mancher Bauernhof regelrecht zum Saftladen. Und das meine ich im besten Sinne des Wortes: Ich liebe die Bauernhofläden, wo oftmals ganzjährig landwirtschaftliche Frischprodukte feilgeboten werden. Ja, einige dieser sympathischen Verkaufs-Scheunen, -Läden und -Stände haben ihr Angebot so reichhaltig erweitert, dass es als Kunde eine wahre Freude ist, dort einzukaufen. Getreu dem Slogan: vom Produzenten direkt zum Konsumenten. Und wenn in der kommenden Zeit zur Angebots-Palette also noch der frisch gepresste Apfelsaft dazukommt, fühlen wir uns doch unweigerlich erntedankfestlich beim Shoppen.

Die Idee für den heutigen Leuchtturm keimte in mir, als ich diese Woche – direkt einem solchen Bauernverkaufsstand gegenüberliegend – eine Plakatwand sah, worauf für die regionalen Frischprodukte eines Grossverteilers geworben wurde. Die Angestellten dieser Kette unternähmen alles, um die landwirtschaftlichen Produkte erntefrisch in die Regale zu bringen. Das ist natürlich löblich und zu begrüssen. Aber wir hier im Oberthurgau haben es doch viel einfacher: Wir können selber zum Bauern gehen… Und uns den Umweg über den Grossverteiler sparen. So geht das bei uns.