Säumige Prämienzahler: Das Frühwarnsystem funktioniert

ARBON. Ein Case-Management für säumige Krankenkassen-Prämienzahler in Arbon ist nicht neu: Seit 2006 funktioniere ein griffiges Frühwarnsystem. Das sagt der zuständige Stadtrat Hans-Ulrich Züllig gegenüber EVP-Parlamentarier Roman Buff, der sich nach einer solchen «Kostenprävention» der Stadt erkundigt hat.

Max Eichenberger
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Roman Buff Stadtparlamentarier, EVP (Bild: pd)

Roman Buff Stadtparlamentarier, EVP (Bild: pd)

Arbon. Ein Case-Management für säumige Krankenkassen-Prämienzahler in Arbon ist nicht neu: Seit 2006 funktioniere ein griffiges Frühwarnsystem. Das sagt der zuständige Stadtrat Hans-Ulrich Züllig gegenüber EVP-Parlamentarier Roman Buff, der sich nach einer solchen «Kostenprävention» der Stadt erkundigt hat.

Frühzeitig erkannt

Früher habe man erst dann erfahren, dass Prämienzahler säumig sind, wenn diese ärztliche Hilfe beansprucht hätten und die Stadt Kostengutschriften habe sprechen müssen, so Züllig. Eine Rückforderung sei oft «illusorisch» gewesen. In den meisten Fällen hätten Verlustscheine ausgestellt werden müssen. Verschiedentlich sei es auch zum Privatkonkurs gekommen. Bei der engen «individuellen Fallführung», wie sie der Sozialdienst in Arbon praktiziere, würden Zahlungslücken nunmehr frühzeitig erkannt.

Meldesystem funktioniert

Auch das Meldesystem der Kassen bewirke, dass in einem frühen Stadium noch gehandelt werden könne. 50 Prozent der Fälle mündeten so wieder in ordentliche Bahnen, sagt Sozialressort-Vorsteher Hans-Ulrich Züllig: «In Einzelfällen übernimmt der Sozialdienst die treuhänderische Verwaltung.» Züllig zufolge sei die Stadt Arbon Vorreiterin gewesen: «2013 haben wir unser Modell an einer Instruktionstagung präsentiert. Mehrere Gemeinden haben dann unser Modell übernommen.» Nicht vorlegen könne er hingegen eine Kosten-/Nutzen-Rechnung, wie dies Buff gewünscht hätte.

Hans-Ulrich Züllig. (Bild: pd)

Hans-Ulrich Züllig. (Bild: pd)