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Russisch lernen, ein Kinderspiel

WEINFELDEN. Die Kenntnisse in ihrer Muttersprache vertiefen und die Kultur ihres Heimatlandes kennenlernen, das können Kinder fremdsprachiger Eltern in Weinfelden. Der Verein Parus führt die russische Klasse. Sechs Kindergärtler sind dabei.
Esther Simon
Die Lehrerinnen Tatjana Lichtensteiger und Elena Sivacheva unterrichten sechs Kinder in Weinfelden, rechts aussen ist Xenia. (Bild: Esther Simon)

Die Lehrerinnen Tatjana Lichtensteiger und Elena Sivacheva unterrichten sechs Kinder in Weinfelden, rechts aussen ist Xenia. (Bild: Esther Simon)

Ihre Mama spricht russisch, der Papa schweizerdeutsch: Xenia ist fünf Jahre alt und eines von vielen Kindern in Weinfelden, die zweisprachig aufwachsen. Damit Xenia die Sprache ihrer Mutter pflegen kann und die russische Kultur kennenlernt, schickt Mama Tatiana Hasler-Chepkina ihre Tochter seit vergangenem Jahr in die russische Schule in Weinfelden.

Xenia ist eines von sechs Kindern im Vorschulalter, die regelmässig am Mittwochnachmittag im Thomas-Bornhauser-Schulhaus zur Schule gehen. Lebhaft geht's zu und her im Unterricht, doch die beiden Lehrerinnen Tatjana Lichtensteiger und Elena Sivacheva haben die muntere Truppe im Griff. Die ausgebildete Lehrerin Tatjana Lichtensteiger unterrichtet Russisch, die Chorleiterin Elena Sivacheva Musik. Im Unterricht wird nur russisch gesprochen. Die Kinder können sich problemlos mit den Lehrerinnen und untereinander verständigen, aber schreiben können sie in diesem Alter noch nicht.

Solnischka heisst Sönnchen

Mit Hilfe eines Malbuches lernen sie deshalb die Buchstaben kennen. Am letzten Mittwoch war der kyrillische Buchstabe C, das deutsche S, an der Reihe. «Smotri», schau her, sagt Tatjana Lichtensteiger zu Xenia. «Was heisst Solnischka». «Sonne, Sönnchen» rufen die Kinder.

Der Russisch-schweizerische Kulturverein Parus (auf Deutsch Segel) führt die russische Schule in Weinfelden. Die Fäden laufen bei Oxana Höchner in Romanshorn zusammen. «Parus» engagiert sich inzwischen auch in Frauenfeld und in Romanshorn. Die Eltern zahlen ein paar Franken pro Stunde. «Die Schule stellt uns die Räumlichkeiten zur Verfügung», sagt Oxana Höchner, «dafür sind wir sehr dankbar.»

Kinder erhalten Noten

«Parus» arbeitet mit dem Amt für Volksschule des Kantons Thurgau, den Schweizer Schulbehörden und den Lehrkräften zusammen (siehe Kasten). Wenn die Kinder grösser sind, erhalten sie Noten, die von Schweizer Lehrpersonen ins Zeugnis eingetragen werden. Doch Noten sind für die sechs kleinen Schülerinnen und Schüler noch kein Thema.

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