Ruhe im Friedhof

Über hundert Jahre hat das Friedhofgärtnerhaus seinen Zweck erfüllt: als Wohnstätte und mit dem Schopf nebenan, das man als Werkgebäude heute kaum mehr bezeichnen kann. Mit betrieblichen Unzulänglichkeiten und Erschwernissen hat der Friedhofwart umgehen müssen.

Merken
Drucken
Teilen

Über hundert Jahre hat das Friedhofgärtnerhaus seinen Zweck erfüllt: als Wohnstätte und mit dem Schopf nebenan, das man als Werkgebäude heute kaum mehr bezeichnen kann. Mit betrieblichen Unzulänglichkeiten und Erschwernissen hat der Friedhofwart umgehen müssen. Im verlotterten Haus selbst zu wohnen, war unzumutbar geworden. Dass nach der Ära Leuch etwas passieren musste, war absehbar und fällig.

Patrick Bitterlin war bei seinem Antritt versichert worden, dass sich die Situation verbessern werde. Das dauerte. Nachdem eine Sanierungsvorlage vom Parlament verworfen worden war, verstrich weiter Zeit. Aber der Entscheid, neu zu bauen, war unter den gegebenen Umständen richtig. Wie als Konsequenz daraus die Vorlage, die der Stadtrat ausarbeitete.

Niemand hat damals aufgemuckt. Auch nicht Andreas Brüschweiler, der sich als Architekt sogar am Wettbewerb beteiligt hatte, allerdings nicht zum Zuge kam. Er erzwang mit Mitstreitern dann eine Volksabstimmung.

Das Komitee wollte für den Friedhofgärtner kein Wohnhaus, Werkraum und Gerätehäuschen ins Friedhofareal setzen und den freien Blätz Land verkaufen und zur Überbauung freigeben.

Die Verstorbenen werden froh sein, dass sie weiter ihren Totenfrieden haben, die Trauernden und Hinterbliebenen, dass ihnen der Friedhof als ungestörter Ort der Besinnung erhalten bleibt.

Max Eichenberger